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Der Tag : Umstrittene Versammlung in Venezuela beginnt

  • Aktualisiert am

Der venezolanische Präsident Nicolas Maduro Bild: dpa

In Venezuela nimmt die umstrittene Verfassungsversammlung ihre Arbeit auf, Ruanda wählt einen neuen Präsidenten, Staatschef Kagame ist der Favorit und VW-Manager Schmidt will sich wegen seiner Rolle im Abgasskandal schuldig bekennen.

          Was Sie heute erwartet

          Trotz internationaler Warnungen und der Proteste der Opposition soll in Venezuela am Freitagabend deutscher Zeit die neugewählte Verfassungsgebende Versammlung ihre Arbeit aufnehmen. Präsident Nicolás Maduro nennt sie „eine Versammlung des Friedens“, um nach mehr als 120 Toten wieder Ruhe und Ordnung im Land herzustellen. Seine Gegner fürchten, dass das Gremium die Gewaltenteilung aufheben und ein diktatorisches System errichten könnten. Mit einem Eilantrag wollte Generalstaatsanwältin Luisa Ortega Díaz die Einberufung der umstrittenen Versammlung noch stoppen. Sie reichte bei einem Gericht in Caracas einen entsprechenden Antrag ein und begründete dies mit den Vorwürfen, die Wahlbeteiligung sei manipuliert worden.

          Zum dritten Mal seit dem Völkermord wählt Ruanda am Freitag einen neuen Präsidenten. Der amtierende Staatschef Paul Kagame gilt bei der Wahl als sicherer Sieger. Unter Kagames Führung beendete die Patriotische Front Ruandas (RPF) 1994 den Genozid, in dem rund 800.000 Tutsi und gemäßigte Hutu getötet wurden. Seitdem ist der 59-Jährige Teil der politischen Führung, seit 2000 ist er Präsident.

          Der seit Anfang des Jahres inhaftierte Volkswagen-Manager Oliver Schmidt will sich wegen seiner Rolle im Abgas-Skandal schuldig bekennen. Die Anwälte des langjährigen VW-Mitarbeiters hatten den zuständigen Richter Sean Cox informiert, dass ihr Mandant ein Geständnis ablegen will. Das Schuldbekenntnis soll bei einer Anhörung erfolgen, die am Freitag um 15.30 Uhr (MEZ) in Detroit beginnen soll.

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