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Der Tag : May hält mit Spannung erwartete Brexit-Rede

  • Aktualisiert am

Bild: dpa

Die britische Premierministerin will mit einer Rede neuen Schwung in die Brexit-Verhandlungen bringen, Macron unterschreibt seine umstrittene Arbeitsmarktreform und Thyssenkrupp-Mitarbeiter demonstrieren.

          1 Min.

          Was Sie heute erwartet

          Die britische Premierministerin Theresa May will heute mit einer Grundsatzrede in Florenz Schwung in die Brexit-Verhandlungen bringen. Die bisherigen Gespräche mit Brüssel sind sehr zäh und weitgehend ohne greifbares Ergebnis verlaufen. May könnte im Streit um die Abschlussrechnung ein Angebot von 20 Milliarden Euro auf den Tisch legen.

          Frankreichs Präsident Emmanuel Macron will in Paris die Verordnungen für seine umstrittene Arbeitsmarktreform unterschreiben. Die Reform ist eine Feuerprobe für den sozialliberalen Staatschef, der seit Mai amtiert. Am Donnerstag hatten laut Innenministerium mehr als 130.000 Menschen im ganzen Land gegen das Vorhaben demonstriert.

          Auch in Deutschland gehen die Gewerkschaften heute auf die Straße: Betriebsrat und IG Metall haben in Bochum zu einer Großdemonstration gegen die Stahl-Fusionspläne von Thyssenkrupp aufgerufen. Die Veranstalter rechnen mit mindestens 5000 Teilnehmern. Zu der Kundgebung werden Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD), der nordrhein-westfälische Chef der IG Metall, Knut Giesler, sowie die Konzern- und Stahl-Betriebsratsvorsitzenden Willi Segerath und Günter Back erwartet.

          Die Nachrichten des Morgens

          Im amerikanischen Wahlkampf wurden wohl von gefälschten Facebook-Konten mit Verbindung nach Russland politische Anzeigen geschaltet. Mark Zuckerberg hat Maßnahmen angekündigt, so etwas künftig zu verhindern.

          Die meisten Flüchtlinge leben unter elenden Bedingungen in angrenzenden Ländern. Bangladesch und Jordanien, die Hunderttausende aus Myanmar und Syrien aufgenommen haben, klagen ihr Leid in der UN-Generaldebatte.

          Viele Verbraucher lassen ihre Lebensversicherungen nur noch beitragsfrei weiterlaufen. Doch Stornierungen gibt es nur wenige. Diese Entwicklung hat gute Gründe.

          Lesen Sie heute in der F.A.Z.

          Tausende Patienten sprechen auf Antibiotika nicht mehr an. Jetzt gibt es aktuelle Zahlen zu den todbringenden Keimen. Und die sind besorgniserregend.

          Die beschwerliche Tomatenernte erledigen in Italien afrikanische Arbeiter – unter teils furchtbaren Bedingungen. Aber die moderne Sklaverei ist fast nicht zu stoppen.

          Selbst Freunde wollten nichts mehr von ihm wissen, nachdem der Grünen-Politiker Boris Palmer ein Buch über Flüchtlingspolitik veröffentlicht hatte. Über einen Mann im Debattenfeuer.

          Zum Schluss

          Die großen Parteien versprechen viel. Um Stimmen zu gewinnen, werben sie auch mit Produkten für sich, die vor allem politische Botschaften vermitteln sollen.

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