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Der Tag : Gesichtserkennung am Berliner Bahnhof Südkreuz

  • Aktualisiert am

Bild: dpa

Am Berliner Bahnhof Südkreuz startet heute ein Pilotprojekt zur Terrorabwehr, die SPD stellt ihre Kampagne zur Bundestagswahl vor und in Ankara beginnt ein Mammutprozess gegen hunderte mutmaßliche Putschisten.

          Was Sie heute erwartet

          Mit einem freiwilligen Test wird im Berliner Bahnhof Südkreuz von diesem Dienstag an erkundet, ob mit Überwachungskameras und Computern Gesichter von Fahrgästen automatisch erkannt werden können. Von dem Pilotprojekt versprechen sich Bundesinnenministerium, Bahn, Bundespolizei und Bundeskriminalamt neue Erkenntnisse zur Abwehr möglicher Terrorakte. Mit der Technik soll es demnach möglich werden, Straftaten und Gefahren im Vorfeld zu erkennen und zu verhindern. Der Deutsche Anwaltverein hegt „verfassungsrechtliche Bedenken“ gegenüber einer flächendeckenden Gesichtserkennung in der Öffentlichkeit.

          Knapp acht Wochen vor der Bundestagswahl will die SPD heute Mittag ihre Kampagne zur Bundestagswahl vorstellen. An der Präsentation werden Generalsekretär Hubertus Heil (SPD) und Bundesgeschäftsführerin Juliane Seifert teilnehmen. Heil hatte vor einigen Wochen angekündigt, dass die SPD im Wahlkampf ganz auf ihren Spitzenkandidaten Martin Schulz setzen und auf ein Kompetenzteam im klassischen Sinne verzichten werde. Jüngsten Umfragen zufolge liegt die SPD mit etwa 23 bis 25 Prozent weit hinter der Union.

          In der Türkei beginnt heute der bislang größte Prozess gegen mutmaßliche Beteiligte am gescheiterten Militärputsch vom 15. Juli 2016. Insgesamt 486 Verdächtige müssen sich in einem Gefängnis bei Ankara wegen der Ereignisse in der Putschnacht auf dem Luftwaffenstützpunkt Akinci verantworten, wo sich das Hauptquartier der Putschisten befand. Sie sind unter anderem des Versuchs angeklagt, die Regierung zu stürzen und Präsident Erdogan zu ermorden. Sieben Verdächtige, darunter der islamische Prediger Gülen und der Theologiedozent Öksüz, sind in Abwesenheit angeklagt. Öksüz ist flüchtig, während Gülen im Exil in Pennsylvania lebt. Er bestreitet jede Verwicklung in den versuchten Staatsstreich.

          Die Nachrichten des Morgens

          Auf den amerikanischen Bezahlsender HBO wurde ein Hacker-Angriff verübt. Die Täter sollen dabei vor allem die erfolgreichste Serie des Sender „Games of Thrones“ im Visier gehabt haben.

          Nach nur zehn Tagen muss Anthony Scaramucci seinen Posten als Kommunikationschef von Donald Trump wieder räumen. Er ist das nächste Opfer der internen Machtkämpfe. Der Präsident zieht jedoch ein ganz eigenes Fazit.

          Italien will weniger Flüchtlinge an seinen Küsten und hat für die Rettungshelfer einen Kodex aufgestellt. Doch die Hilfsorganisationen lehnen die Vorgaben ab. Diese würden ihre Arbeit nur erschweren.

          Lesen Sie heute in der F.A.Z.

          Wenn Sie sich im Alter mit einer Million zur Ruhe setzen wollen, haben Sie die Qual der Wahl – dazu gehören auch Rentenversicherungen. Es gibt eine bessere Alternative.

          Ein paar Tricks – schon ist das Leben mit Windows 10 leichter. Was das Creators Update bringt, und worauf man achten muss.

          Sie haben die Macht, aber sie sollen sie nicht zeigen: Der Politologe Philip Manow weiß, worauf Politiker, die ankommen wollen, heutzutage achten müssen.

          Zum Schluss

          Hausgeräte, Geschirr und Besteck sind bei Brautpaaren immer willkommen – sagen Hochzeitsratgeber. Stimmt nicht, belegen Umfragen. Die Geschmäcker der Heiratenden haben sich längst geändert.

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