https://www.faz.net/-gqe-958mh

Der Tag : Fahrgastrekorde bei Bussen und Bahnen

  • Aktualisiert am

Bild: dpa

Der öffentliche Nahverkehr wächst und wächst, der Nabu vergibt einen Preis für den peinlichsten Umweltgegner und von heute an beginnt hierzulande der Verkauf von Böllern und Silvesterraketen.

          Was Sie heute erwartet

          Ob U-Bahn, Bus oder Tram: Der öffentliche Nahverkehr in Deutschland wächst seit zwei Jahrzehnten ununterbrochen. 2017 gab es 10,3 Milliarden Fahrten von Kunden, ein weiterer Rekord. Das ergibt sich aus Hochrechnungen des Verbands Deutscher Verkehrsunternehmen. Mit 1,4 Prozent fiel das Wachstum aber etwas schwächer aus als im Vorjahr, als das Plus noch 1,8 Prozent betrug. Tatsächlich aber stößt der Nahverkehr heute schon vor allem in Großstädten und Ballungsräumen vermehrt an Kapazitätsgrenzen. Was man dagegen tun kann, darüber schreiben Maja Brankovic und Martin Gropp.

          Wer ist Deutschlands peinlichster Umweltgegner? Heute vergibt der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) seinen traditionellen Negativ-Preis „Dinosaurier des Jahres“. Seit 1993 geht die wenig schmeichelhafte 2,6 Kilo schwere Trophäe aus Zinn an Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, die sich nach Meinung des Nabu negativ beim Umweltschutz hervorgetan haben. Zu den Preisträgern zählten bislang Minister, Verbandsfunktionäre und Vertreter der Industrie. Zuletzt ging der Umwelt-Dino an Bayer-Vorstandschef Werner Baumann.

          Was dem Nabu sicher auch nicht gefällt: Heute beginnt offiziell der Verkauf von Böllern und Silvesterraketen in Deutschland für den Jahreswechsel 2017/18. Käufer müssen mindestens 18 Jahre alt sein. Die vom 28. bis 30. Dezember angebotenen Feuerwerksartikel müssen von der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) oder einer vergleichbaren europäischen Behörde zugelassen sein. Die deutsche Feuerwerksbranche rechnet mit einem gleichbleibend hohen Silvesterumsatz von 137 Millionen Euro. Für alle, die mit dem Rumgeknalle nichts anfangen können, gibt es natürlich die Alternative, das Geld getreu dem Motto „Brot statt Böller“ zu spenden.

          Die Nachrichten des Morgens

          Fast 60 Prozent der Beschäftigten, die aus Asylstaaten stammen, arbeiten als qualifizierte Fachkraft. Ein Viertel davon kommt aus Syrien. Auffällig hoch ist auch der Anteil unter den Afghanen.

          Das Kartellamt äußert sich skeptisch gegenüber den Ticketpreisen bei der Lufthansa. Die Fluggesellschaft behauptet, dass die erhöhten Preise für manche Inlandsflüge von ihrer Software automatisch ermittelt würden. Kartellamtschef Mundt hält dagegen: „Solche Algorithmen werden nicht vom lieben Gott geschrieben.“

          Das Interesse am Unternehmertum lässt weiter nach, stellen die Industrie- und Handelskammern fest. So viele Betriebsinhaber wie noch nie mussten die Suche nach einem Nachfolger erfolglos beenden.

          Lesen Sie heute in der F.A.Z.

          Auf deutschen Straßen wird es immer voller, auch das Bahnnetz und die Flughäfen sind überlastet. Das ist nicht nur nervig, sondern auch teuer. Und nun?

          Bei Donald Trumps Jerusalem-Entscheidung spielten die Evangelikalen eine wichtige Rolle. Und auch in Israel wächst ihr Einfluss – nicht nur bei den Siedlern.

          Die Speerwerfer Thomas Röhler, Olympiasieger, und Johannes Vetter, Weltmeister, über entscheidende 200 Millisekunden und die Möglichkeit des 100-Meter-Wurfs.

          Zum Schluss

          Wurst oder Kette? David Bielander stellt aus Alltagsgegenständen Schmuck her, der zu Missverständnissen führen soll. Erst bei näherem Hinsehen erkennt der Betrachter den wahren Wert seiner Arbeiten.

          Weitere Themen

          Als die Grenze fiel Video-Seite öffnen

          August 1989 : Als die Grenze fiel

          Die Welt hat lange stillgestanden an der ungarisch-österreichischen Grenze. Bis zum 19. August 1989. Dann, vor 30 Jahren, platzte zwischen Fertörákos und Mörbisch eine Nahtstelle des Eisernen Vorhangs – mit weitreichenden Folgen für die Region und ganz Europa.

          Topmeldungen

          Gletscher Okjökull : Das Eis verlässt Island

          Die Gletscherschmelze ist ein eindrückliches Merkmal der Klimaerwärmung: Der einstige Gletscher Okjökull auf Island ist heute keiner mehr. Die isländische Ministerpräsidentin appelliert an die Weltgemeinschaft.
          Josef Schuster, Präsident des Zentralrats der Juden, warnt die Parteien davor, eine Koalition mit der AfD einzugehen.

          Zentralrat der Juden : „AfD schürt Klima auch gegen Juden“

          Zentralratspräsident Josef Schuster warnt: Die AfD sei enger mit dem Rechtsextremismus verwoben, als sie es nach außen darstellt. Im Vorfeld der Wahlen in Sachsen und Brandenburg hält Schuster einen dringlichen Appell an alle Parteien.
          Angestellte von Google und Youtube beim Gay Pride Festival in San Francisco, Juni 2014

          Trump gegen Google : Man nennt es Meinungsfreiheit

          Ohne das Internet wäre Donald Trump wohl nicht amerikanischer Präsident geworden. Jetzt beschwert er sich über politische Ideologisierung bei Google. Aus dem Silicon Valley schallt es zurück.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.