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Der Tag : Alles ist wieder möglich

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Bild: dpa

Die SPD überlegt sich das mit der großen Koalition noch einmal, der Bundesgerichtshof befasst sich mit landwirtschaftlichem Vertragsrecht und beim Küchenbauer Alno gibt es eine Entscheidung über die Zukunft des Unternehmens.

          2 Min.

          Was Sie heute erwartet

          Die Kurve kriegen, aber keine faulen Kompromisse machen, lautet das Motto der SPD-Spitze für die kommenden Tage. Man könne über alles Mögliche reden – eine große Koalition schließt die SPD-Führung zumindest nicht mehr aus. Mehr dringt nach acht Stunden Nachtsitzung nicht durch. Zumindest zur unmittelbaren Zukunft von Martin Schulz gibt es klare Worte.

          Der Bundesgerichtshof (BGH) befasst sich heute mit dem Vertragsrecht der Verpachtung von landwirtschaftlichen Flächen. In dem Fall aus Sachsen-Anhalt geht es um die Wirksamkeit eines Vorpachtrechts. Der Eigentümer mehrerer Grundstücke hatte sein Land nach dem Ende eines mehrjährigen Pachtvertrags neu verpachtet, ohne den bisherigen Pächter zu berücksichtigen.

          Der Bundesrat stimmt heute über eine umstrittene Neuregelung zum Einsatz von Düngemitteln in landwirtschaftlichen Betrieben ab. Die sogenannte Stoffstrombilanzverordnung soll ab dem 1. Januar Betriebe verpflichten, darüber Buch zu führen, wie viele Düngemittel sie einsetzen. Das Bundeslandwirtschaftsministerium will dadurch mehr Transparenz schaffen und dafür sorgen, dass Nährstoffe effizienter eingesetzt werden. Kritiker halten die Regelung hingegen für nicht ausreichend.

          Wie geht es mit dem Küchenbauer Alno weiter? Eine Entscheidung wird heute erwartet. Bis Ende der Woche soll feststehen, ob das Unternehmen an einen Interessenten verkauft werden kann oder nicht. Demnach wird momentan noch mit einem möglichen Investor verhandelt, der dem Vernehmen nach aus dem asiatischen Raum kommt.

          Die Nachrichten des Morgens

          Kein Cent, keine Anträge – noch nicht einmal eine Kontonummer: Im Schatten der schwierigen Regierungsbildung hakt es auch bei der Bewältigung der Diesel-Krise an vielen Ecken und Enden. Vor allem in den Städten und Kommunen regt sich nun Widerstand.

          Volkswagen könnte noch mehr juristischen Gegenwind bekommen: Der prominente Aktionär und Corporate-Governance-Fachmann Christian Strenger will gerichtlich eine Sonderprüfung für das Jahr 2016 erzwingen. Der Frankfurter Allgemeinen Zeitung sagte er exklusiv, was dahinter steckt.

          Die australische Regierung hat einen Milliardenauftrag an die Bremer Lürssen-Werft vergeben. Zwölf Patrouillenboote soll das Unternehmen für Australiens Marine bauen – allerdings nicht in Bremen.

          Lesen Sie heute in der F.A.Z.

          Nordrhein-Westfalens CDU-Ministerpräsident ist sich sicher: Jamaika ist an der Stimmungslage in der FDP gescheitert. Im Interview spricht er über eine mögliche Neuauflage der großen Koalition – und ruft die SPD zur Vernunft auf.

          Dass auf dem Internet nicht nur Segen ruht, ist bekannt. Aber langsam wird es unheimlich: Plattformen für Hass und Desinformation graben dem Journalismus das Wasser ab.

          Längere Aufenthalte im Weltraum verändern die Gehirnstruktur gravierend. Der Radiologe Moritz Albrecht warnt im Gespräch vor den gesundheitlichen Folgen einer Reise zum Mars.

          Zum Schluss

          Einer jungen Frau war in Amerika das Benzin ausgegangen, ein Obdachloser gab seine letzten 20 Dollar aus, um ihr zu helfen. Jetzt kann der Veteran das Leben auf der Straße wohl erst mal hinter sich lassen. Sie sammelte in einer Spendenaktion für ihn 160.000 Dollar.

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