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Weitere Nachrichten : Chinesische Wachstumsdaten stützen Börsen in Asien

  • Aktualisiert am

Bild: dpa

Die Darmstädter Software AG übertrifft die Erwartungen. Rio Tinto steigert die Eisenerz-Produktion.

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          Mit Spannung erwartete Daten zum chinesischen Wirtschaftswachstum haben die Börsen in Asien am Dienstag gestützt. Die Kurse an den chinesischen Börsen legten zu. Der Aktienmarkt in Shanghai notierte 1,6 Prozent höher. Der Index für die wichtigsten Unternehmen an den Börsen in Shanghai und Shenzhen stieg 1,4 Prozent. Auch MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans legte leicht zu. An der australischen Börse in Sydney ging es ebenfalls bergauf. In Tokio dagegen gab der Leitindex Nikkei 0,5 Prozent auf 16.869 Punkte nach.

          Analysten zufolge könnten die chinesischen BIP-Daten trotz der Abschwächung zunächst für etwas Beruhigung am Markt sorgen. Die größten Ängste um die chinesische Wirtschaft, die in den jüngsten Börsenturbulenzen zum Vorschein gekommen seien, seien wohl übertrieben, sagte Volkswirt Louis Kuijs vom Analysehaus Oxford Economics. "Wir sehen keine Anzeichen für einen abrupten Abschwung." Allerdings enttäuschten andere Daten von der chinesischen Wirtschaft leicht. So fiel der Zuwachs bei der Industrieproduktion im Dezember zum Vorjahr mit 5,9 Prozent etwas geringer aus als erwartet. Ebenso war es beim Umsatzplus des Einzelhandels.

          Der Euro notierte im Fernost-Handel wenig verändert bei 1,0887 Dollar. Der Schweizer Franken lag zum Euro bei 1,0956 und zum Dollar bei 1,0060. (Reuters)

          Software AG übertrifft Erwartungen

          Die Software AG hat dank neuer Bestmarken in ihrer Hoffnungssparte den Umsatz im vierten Quartal 2015 überraschend kräftig gesteigert. Die Gesamterlöse legten nach vorläufigen Zahlen binnen Jahresfrist um vier Prozent auf 257,5 Millionen Euro zu, wie der zweitgrößte deutsche Software-Hersteller nach SAP am Dienstag mitteilte. Analysten hatten lediglich mit einem Plus auf 250,4 Millionen Euro gerechnet. Das operative Ergebnis (Ebita) sei um vier Prozent auf 92,2 Millionen Euro gestiegen, der Vorsteuergewinn (Ebit) um zwölf Prozent auf 80,1 Millionen Euro. Dazu beigetragen hätten Rekordwerte in der als zukunftsträchtig geltenden Sparte Digital Business Platform (DBP) mit Integrationssoftware für Firmen. Hier hatte der Darmstädter Konzern zuletzt sein Umsatzziel für 2015 gesenkt.

          In diesem Geschäft mit Software und Diensten, um die immer komplexeren IT-Systeme von Unternehmen zu integrieren, legten demnach im vierten Quartal der Lizenzumsatz und der Wartungsumsatz auf neue Höchststände zu. Währungsbereinigt ergab sich in der DBP-Sparte damit im Gesamtjahr ein Umsatzzuwachs von zwei Prozent. Damit lag das Unternehmen im Rahmen seiner im Oktober gesenkten Prognose von einem stagnierendem Umsatz bis hin zu einem Plus von drei Prozent. Ursprünglich hatte das Management einen Zuwachs von sechs bis zwölf Prozent in Aussicht gestellt. Mit ähnlichen Größenordnungen kalkuliert das Unternehmen nun wieder für dieses Jahr: 2016 peilt es eine Zunahme beim DBP-Produktumsatz von fünf bis zehn Prozent an. (Reuters)

          Rio Tinto steigert Eisenerz-Produktion

          Der britisch-australische Bergbaukonzern Rio Tinto kämpft weiterhin mit dem Preisverfall beim Eisenerz und hat dazu auch im Schlussquartal mehr von dem Rohstoff gefördert als ein Jahr zuvor. Mit 87,2 Millionen Tonnen lag die Eisenerz-Produktion im vierten Quartal um zehn Prozent höher als im Vorjahreszeitraum, wie der Konzern am Montag mitteilte. Auch im laufenden Jahr will Rio Tinto die Produktion des Rohstoffes ausweiten, auf insgesamt 350 Millionen Tonnen - nach 327,6 Millionen Tonnen im vergangenen Jahr.

          Da wegen der sinkenden Stahlnachfrage in China der Preis für den wichtigen Rohstoff Eisenerz seit seinem Hoch im Jahr 2011 um mehr als 75 Prozent eingebrochen ist, versucht Rio Tinto sich mit einer höheren Produktion mehr Marktanteile in dem hart umkämpften und unter einem Überangebot leidenden Markt zu sichern. Wettbewerber wie die brasilianische Vale fahren ebenfalls diese Strategie. Ähnliches ist derzeit auch am Ölmarkt zu beobachten, wo ebenfalls ein Überangebot besteht und sich die Ölförderländer ein Rennen um Marktanteile liefern.

          Stark rückläufig war bei Rio Tinto indes die Produktion von Kupfer, die im Schlussquartal um 13 Prozent unter dem Vorjahreszeitraum lag. Bei Kokskohle wurde die Produktion um 16 Prozent ausgeweitet. (dpa-AFX)  

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