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Weltrangliste im Blick : Chinas großer Fußball-Plan

Chinas Präsident Xi Jinping ist ein großer Fußballfan - und immer außer sich, wenn die chinesische Nationalmann nicht abliefert. Bild: dapd

In der Fußballweltrangliste steht die Volksrepublik auf Platz 83. Das kann Präsident Xi Jinping nicht ertragen. Langfristig soll für China der Titel her – koste es was es wolle.

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          Chinas Regierung hat für alles einen Plan. Zurzeit bastelt sie etwa am nächsten Fünf-Jahres-Plan, dem 13. in der Geschichte der Volksrepublik. Sein Ziel ist die Bildung einer „moderaten Wohlstandsgesellschaft“ bis zum Jahr 2020, also einem Jahr, bevor die Kommunistische Partei ihren 100. Geburtstag feiert. Deshalb ist der Plan so kompliziert und wichtig, dass es noch bis zum Frühjahr im kommenden Jahr brauchen wird, bis er vorgestellt wird. Gut möglich, dass er neben konkreten Vorgaben für die Steigerung der chinesischen Einkommen und der Reduzierung der Feinstaubbelastung in den Städten auch den Platz Chinas in der Fußballweltrangliste der FIFA vorschreibt, den die stolze Nation dann erreicht haben soll, mindestens. Momentan steht sie auf Platz 83 hinter Haiti und Armenien.

          Hendrik Ankenbrand
          Wirtschaftskorrespondent für China mit Sitz in Schanghai.

          Das will China nicht auf sich sitzen lassen. Bei den Olympischen Spielen dominiert das bevölkerungsreichste Land der Welt nach wie vor. Chinas Männer-Fußballnationalteam hat sich hingegen seit Republikgründung im Jahr 1949 erst einmal für eine Weltmeisterschaft qualifiziert, 2002 in Südkorea und Japan, von wo das Team unter Trainer Bora Milutinovic in der Vorrunde mit keinem Punkt und keinem geschossenen Tor wieder nachhause flog.

          Chinas Präsident Xi Jinping ist mittlerweile berüchtigt für seine Wutausbrüche, wenn sich die Nationalmannschaft wieder mal vom Platz fegen lässt. Chinas neuer allmächtiger Führer hat selbst in seiner Schulzeit gespielt, und als ihm jüngst der britische Duke of Cambridge seine Aufwartung machte, redete Xi mit Prinz William fast ausschließlich über den britischen Fußball und was China von ihm lernen könne.

          Aufstieg zur Fußballgroßmacht

          Bei der Tagung des Volkskongresses in der vergangenen Woche hat Chinas Regierung neben den ebenfalls ambitionierten Zielen, die völlig kaputte Umwelt des Landes zu retten, das ineffiziente Wirtschaftsmodell Chinas auszutauschen und ein Absinken der 1,4 Milliarden Einwohner zählenden Nation in eine tiefe Krise zu verhindern, auch den Aufstieg zu einer neuen Fußballgroßmacht beschlossen. „Ein Aufleben des Fußballs ist entscheidend auf Chinas Weg zu einer Sportnation“, kündigte die Regierung an. Und die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua gab gekannt, das Präsident und Parteichef Xi Jinping, ein glühender Fußballfan, neben seinen Aufgaben als Oberaufseher über die Anti-Korruptionskampagne, die Aufrüstung des Militärs und der marxistischen Reideologisierung der gesamten Nation auch noch einen Fußball-Plan ausgetüftelt habe, der bereits von der „Arbeitsgruppe für umfassende vertiefte Reformen“ beschlossen worden sei.

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