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Der Tag : Bundespräsident bittet Jamaika-Parteien zum Gespräch

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Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier Bild: dpa

Der Bundespräsident will heute die gescheiterten Sondierer wieder zusammenführen, der BGH verhandelt über Reise-Entschädigungen wegen eines schlechteren Hotels und der neue Pisa-Bericht widmet sich den Kompetenzen bei der Teamarbeit.

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          Was Sie heute erwartet

          Nach dem Scheitern der Jamaika-Gespräche am Sonntagabend fragen sich die Wählerinnen und Wähler auch an diesem Dienstag, wer sie denn in Zukunft regieren möge. Der Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat schon ein Machtwort gesprochen. Heute trifft er sich mit den Spitzen der Grünen und der Liberalen. Kann er die Jamaika-Parteien wieder zusammenbringen? Der ehemalige SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz setzt dagegen auf Neuwahlen.

          Wie viel Geld bekommt ein Urlauber zurück, der sich in einem anderen Hotel wiederfindet als vom Veranstalter versprochen? Diese Frage beschäftigt heute den Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe (X ZR 111/16). Im vorliegenden Fall waren die Kläger im türkischen Antalya vor gut zweieinhalb Jahren wegen Überbelegung für drei Tage in einem Hotel einquartiert worden mit einem Zimmer ohne den versprochenen Meeresblick - und mit schweren Hygienemängeln.

          Der erste Pisa-Bericht zu Kompetenzen von Neuntklässlern bei der Teamarbeit wird heute in Berlin veröffentlicht. Untersucht wurden die Sozialkompetenzen 15 Jahre alter Schüler in 32 OECD-Ländern. Basis ist die letzte Pisa-Studie von 2015. Damals wurden die Leistungen der 15-Jährigen in Naturwissenschaften, Mathematik und im Lesen untersucht, wobei Deutschland im oberen Mittelfeld lag. Zusätzlich wurden damals bei einem Teil der Schüler die Fähigkeiten bei der gemeinsamen Problemlösung geprüft.

          Die Nachrichten des Morgens

          Im südlichen Ural wurde eine Konzentration des radioaktiven Ruthenium 106 gemessen, die den erlaubten Wert fast tausendfach übersteigt. Zuvor hatte Russland Warnungen aus Europa widersprochen.

          Statt Bonn und Frankfurt gehen die Europäische Bankenaufsicht und die Europäische Arzneimittelagentur nach Paris und Amsterdam. Vor allem für Frankfurt ist das eine herbe Enttäuschung.

          Die Post will mehr Porto und weniger Regulierung. „Mit 70 Cent liegen wir in Deutschland immer noch deutlich unter dem europäischen Durchschnitt“, sagt Postvorstand Jürgen Gerdes im Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Neue Rekorde stellt er auch in Aussicht.

          Lesen Sie heute in der F.A.Z.

          Alexa macht sich in den Wohnungen breit. Google drängt mit Home ebenfalls in die Häuser. Die vernetzten Lautsprecher sollen unser Leben vereinfachen. Wer braucht so etwas?

          Der Privatsender Vox bietet Gründern mit der „Höhle der Löwen“ eine Bühne, um ihre Ideen umzusetzen. Das lohnt sich für viele Jungunternehmer, die daran teilnehmen. Andere scheitern. Und mancher sucht eine neue Finanzierung.

          „Ich habe den Schweizer Buchpreis zwar auch schon bekommen, aber in seiner jetzigen Form gehört er abgeschafft.“ Das sagt der Schweizer Schriftsteller und Dramaturg Lukas Bärfuss. Ein Einwurf.

          Zum Schluss

          Stillleben und Kunstreproduktionen machten den Fotografen Adolphe Braun bekannt. Für sein Unternehmen schickte er Angestellte zu den Schweizer Gletschern und in die Wüste Ägyptens. Eine Ausstellung in München hebt mit diesen Reisebildern einen Schatz.

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