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Weitere Nachrichten : Bundesnetzagentur droht Telefónica wegen Roaming-Gebühren

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Bild: dpa

Der Mindestlohn reicht für Singles in den westdeutschen Ballungsräumen oft nicht zum Leben. Die Allianz steigt beim Start-up Simplesurance ein.

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          Die Bundesnetzagentur fordert von Telefonica Deutschland (O2, Base), die Zusatzkosten für das mobile Telefonieren und Surfen im EU-Ausland für alle Kunden gleich abzusenken. Der Telekommunikationskonzern müsse die Vorgaben der EU für die maximale Grenze der sogenannten Roaming-Gebühren einhalten.

          Die Behörde werde am Montag den nach Kunden größten deutschen Mobilfunkanbieter "unter Androhung eines Zwangsgeldverfahrens schriftlich auffordern, die Verordnungskonformität unverzüglich herzustellen", sagte ein Sprecher der Bundesnetzagentur in Bonn am Samstag und bestätigte damit einen Bericht der "Rheinischen Post".

          Ein Konzernsprecher sagte am Samstag in München, Telefónica sei im Gespräch mit der Bundesnetzagentur. "Mehr können wir im Moment nicht dazu sagen, da uns noch kein Schreiben vorliegt."

          Telekommunikations-Anbieter dürfen seit Ende April nur noch maximal 6 Cent pro Minute für Anrufe, 2 Cent pro SMS oder 6 Cent pro Megabyte bei Datentarifen im EU-Ausland aufschlagen (alle Preise inklusive Mehrwertsteuer).

          Die Bundesnetzagentur hat Zweifel, dass Telefónica das bei allen Flatrate-Kunden auch umsetzt. So könnten Kunden, die über eine Flatrate ohne spezielle Auslandspakete verfügen, möglicherweise zu viel bezahlen müssen. Wie viele Kunden das betreffen würde, ist bisher nicht klar. Vom 15. Juni 2017 an sollen die Auslandsgebühren aber ohnehin komplett der Vergangenheit angehören. (dpa-AFX)

          Mindestlohn reicht für Singles oft nicht zum Leben

          Für Geringverdiener in den westdeutschen Ballungsräumen reicht das Einkommen wegen hoher Mieten oft nicht zum Leben. Dies geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linksfraktion hervor, die der in Düsseldorf erscheinenden "Rheinischen Post" (Montag) vorliegt. Demnach bringt ein Vollzeitjob mit einem Mindestlohn-Stundenverdienst von 8,50 Euro in westdeutschen Städten vielerorts zu wenig ein, um Lebenshaltungskosten und Miete zu decken.

          Nach Auskunft der Regierung erhält eine alleinstehende Person mit einer Wochenarbeitszeit von 37,7 Stunden und einem Mindestlohn von 8,50 Euro einen monatlichen Bruttolohn von 1388,62 Euro. Netto blieben dem Papier zufolge 1040,27 Euro für die Lebenshaltungskosten übrig. Der durchschnittliche Existenzbedarf alleinstehender Erwerbstätiger betrage jedoch 1053 Euro und läge damit um 13 Euro über dem Gehalt. (dpa-AFX)

          Allianz steigt bei Start-up Simplesurance ein

          Europas größter Versicherer Allianz verbündet sich angesichts der stärkeren Digitalisierung der Branche mit einem Start-up-Unternehmen für Produktversicherungen. "Wir haben mit der Allianz eine Kooperation vereinbart", sagte der Gründer und Chef des Unternehmens Simplesurance, Robin von Hein, dem "Handelsblatt" (Montag). Der Konzern habe sich zudem an Simplesurance beteiligt, sagte der Unternehmer, nannte jedoch weder Summe noch Anteilsgröße.

          Simplesurance hat eine Software entwickelt, mit der beim Kauf eines Produkts im Internet gleichzeitig eine passende Versicherung angeboten wird - eine Police für das Fahrrad, fürs Tablet oder Smartphone bei Onlineshops wie Rebuy, Weltbild.de oder Brille24. Im Endkundengeschäft tritt das 2012 gegründete Unternehmen, das mittlerweile 100 Mitarbeiter beschäftigt, unter dem Namen Schutzklick.de auf. Simplesurance zählt zu den sogenannten Insurtechs - kleinen Unternehmen, die Teile des Versicherungsgeschäfts für sich entdeckt haben und beim Abschluss im Internet sowie über Smartphone-Apps für den Kunden stark vereinfachen wollen. (dpa-AFX)  

          Hoffnung auf EU-Verbleib der Briten treibt Börse in Tokio

          Die Hoffnung auf einen Verbleib Großbritanniens in der Europäischen Union hat der Börse in Tokio am Montag zu kräftigen Gewinnen verholfen. Der Nikkei-Index der 225 führenden Werte stieg bis Mittag um 2,4 Prozent auf 15.967 Punkte, den höchsten Stand seit fast einer Woche. Der breiter gefasste Topix gewann 2,2 Prozent auf 1278 Zähler. Anleger seien wieder risikofreudiger, nachdem die Stimmung in der vergangenen Woche "extrem negativ" gewesen sei, sagte Yoshinori Shigemi von JPMorgan Asset Management. "Aber wir sollten nicht allzu optimistisch sein." Am Wochenende hatte sich in Umfragen ein Zulauf für das Lager der EU-Befürworter abgezeichnet. Insgesamt aber liegen vor dem Referendum am Donnerstag EU-Anhänger- und Gegner ungefähr Kopf-an-Kopf.

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