https://www.faz.net/-gqe-15c09

Blick auf den Finanzmarkt : In der Geiselhaft der Banken

  • Aktualisiert am

Bild: ddp

Die Wirtschaftspolitik ist weltweit so irrational geworden, wie selten zuvor. Marktwirtschaftliche Prinzipien gelten längst nicht mehr, sondern sind ersetzt worden durch extremen Lobbyismus. So werden Banken und Anleger durch Steuergelder gerettet und subventioniert, obwohl sie sich verzockt haben.

          1 Min.

          Die Wirtschaftspolitik ist weltweit so irrational geworden, wie selten zuvor. Marktwirtschaftliche Prinzipien gelten längst nicht mehr, sondern sind ersetzt worden durch extremen Lobbyismus. So werden Banken und Anleger durch Steuergelder gerettet und subventioniert, obwohl sie sich verzockt haben. Normalerweise trägt der den Verlust, der Risiken eingegangen ist - und nicht die Allgemeinheit.

          Gerade die Finanzunternehmen, die in der gegenwärtigen Form volkswirtschaftlich größtenteils nutzlos sind, benehmen sich wieder daneben. Massivst subventioniert durch extrem tiefe Zinsen und gelockerte Bilanzierungsregeln sowie protegiert duch blinde Buchprüfer und Regulatoren drehen sie längst wieder große spekulative Räder bei geringster Kapitalausstattung. Auf dem Papier können sie so gute Gewinne ausweisen und ihren Managern immense Boni auschütten, obwohl sie bei vernünftiger Betrachtung in weiten Teilen unprofitabel sind. Siehe auch: „Die Krise geht auf institutionalisierten Betrug zurück“.

          Wo bleiben die Aufsichtsräte, die Anteilseigner, die Buchprüfer, die Regulatoren, die Staatsanwälte und nicht zuletzt auch gestandene politische Kräfte und Industrieunternehmen, die das verzerrende Verhalten unterbinden?

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Die neuen Vorsitzenden der SPD Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans

          Umfrage : SPD gewinnt, AfD verliert

          Zum Abschluss ihres Parteitags gibt es für die SPD gute Nachrichten von den Meinungsforschern. Unter den neuen Vorsitzenden Esken und Walter-Borjans kann die Partei in der Wählergunst zulegen.

          Parteitag in Berlin : Die Wende der SPD

          Der Parteitag in Berlin ist ein historischer Bruch für die SPD. Sie verabschiedet sich endgültig von der „neoliberalen“ Schröder-Ära durch ein Programm für einen „neuen Sozialstaat“.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.