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Blick auf den Finanzmarkt : In der Geiselhaft der Banken

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Bild: ddp

Die Wirtschaftspolitik ist weltweit so irrational geworden, wie selten zuvor. Marktwirtschaftliche Prinzipien gelten längst nicht mehr, sondern sind ersetzt worden durch extremen Lobbyismus. So werden Banken und Anleger durch Steuergelder gerettet und subventioniert, obwohl sie sich verzockt haben.

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          Die Wirtschaftspolitik ist weltweit so irrational geworden, wie selten zuvor. Marktwirtschaftliche Prinzipien gelten längst nicht mehr, sondern sind ersetzt worden durch extremen Lobbyismus. So werden Banken und Anleger durch Steuergelder gerettet und subventioniert, obwohl sie sich verzockt haben. Normalerweise trägt der den Verlust, der Risiken eingegangen ist - und nicht die Allgemeinheit.

          Gerade die Finanzunternehmen, die in der gegenwärtigen Form volkswirtschaftlich größtenteils nutzlos sind, benehmen sich wieder daneben. Massivst subventioniert durch extrem tiefe Zinsen und gelockerte Bilanzierungsregeln sowie protegiert duch blinde Buchprüfer und Regulatoren drehen sie längst wieder große spekulative Räder bei geringster Kapitalausstattung. Auf dem Papier können sie so gute Gewinne ausweisen und ihren Managern immense Boni auschütten, obwohl sie bei vernünftiger Betrachtung in weiten Teilen unprofitabel sind. Siehe auch: „Die Krise geht auf institutionalisierten Betrug zurück“.

          Wo bleiben die Aufsichtsräte, die Anteilseigner, die Buchprüfer, die Regulatoren, die Staatsanwälte und nicht zuletzt auch gestandene politische Kräfte und Industrieunternehmen, die das verzerrende Verhalten unterbinden?

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