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Blick auf den Finanzmarkt : Erst einmal werden wir reich

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Bild: FAZ.NET-Jan Bazing

Das Bekenntnis von Amerikas Notenbankchef Ben Bernanke zum uneingeschränkten Gelddrucken lässt die Aktienkurse steigen. Warum auch nicht - realisierte Gewinne machen jetzt reich, auch wenn vielleicht irgendwann die Rechnung serviert wird.

          Der Rausch des Geldes - das ist das Motto der Aktienmärkte. Allerdings hat diese Phrase eine ganz andere Färbung angenommen, seit Notenbanken in aller Herren Länder die Jahrzehnte alten Bekenntnisse zur Geldwertstabilität und zur Geldmengensteuerung einfach über Bord geworfen und beschlossen haben, Geld zu drucken (oder besser zu erfinden) bis keiner mehr welches haben will.

          Die seit 40 Jahren stetig nachlassende Wachstumskräfte bewegen sie dazu und warum sollten die Börsianer nicht feiern? Eine Verbraucherpreisinflation ist dank globalem Preisdruck, alternder Bevölkerung und stagnierendem Konsum nicht in Sicht. Wer also mit gedrucktem Geld noch mehr Geld verdient, wird vorerst einmal tatsächlich reich. Das geht dann zulasten all derer, die an der Geldschöpfungsorgie nicht teilhaben. Aber so etwas wie Marktwirtschaft ist theoretisch mit jeder Einkommensverteilung kompatibel. Trotzdem bleibt es ein gefährliches Spiel, bei dem viel schief gehen kann.

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