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Blick auf den Finanzmarkt : Die Börse ist ein Junkie

  • Aktualisiert am

Bild: FAZ.NET-Jan Bazing

Zu wenig, befand die Börse abermals. Zu wenig, was zuerst die Bank of Japan und dann Amerikas Präsident Obama zu bieten hatten. Langsam scheint sich Verzweiflung in der Wirtschaftspolitik breit zu machen: Denn Wirtschaft und Börse scheinen nur noch auf Droge zu laufen.

          Etwas geldpolitische Lockerung von der Bank of Japan? Nicht genug! Amerikas Präsident Obama erwägt Konjunkturprogramme? Lächerlich! Jetzt! Sofort! Und mehr! Da ist doch der Dealer an der Spitze der Fed, Ben Bernanke, weitaus beliebter. Der hat zwar bisher noch nichts getan, aber versprochen, dass es nötigenfalls jede Menge Stoff gibt.

          Doch hält er die Versprechen nicht ein, so dürfte auch er selbst die negativen Konsequenzen tragen müssen. Und er steht schon vor einem Problem: Die Mengen an Stoff, die in die Wirtschaft eingespritzt werden müssen, steigen, wohingegen der Effekt immer geringer wird. So erklären sich auch Obamas enttäuschende Aussagen: Fieberhaft suchen seine Berater nach Möglichkeiten, kurzfristig Neueinstellungen zu fördern. Anders gewendet: Sie haben keine Ahnung, wie sie das hinbekommen sollen. Doch ohne dass die Wirtschaft von der Geld-Droge herunterkommt, ist eine Stagnation nicht abzuwenden. Schlimmer noch: Möglicherweise ist Stagnation das beste, was die Drogen dann noch erreichen können.

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