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Blick auf den Finanzmarkt : Deutsche Aktienmärkte eröffnen schwach

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Bild: FAZ Helfert

Der Dax ist mit Verlusten in die neue Woche starten. Spekulationen um den Verbleib Griechenlands in der Euro-Zone belasten den Markt, sagten Börsianer. Bundeskanzlerin Angela Merkel ist einem Zeitungsbericht zufolge nicht bereit, Griechenland nochmals Finanzhilfen zu gewähren. Da Athen aber wohl weitere Darlehen von bis zu 50 Milliarden Euro benötige, dürfte ein Bankrott des südeuropäischen Landes immer wahrscheinlicher werden.

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          Die wieder angeheizten Sorgen um die Euro-Schuldenkrise haben den deutschen Aktienmarkt am Montag abermals ins Minus gedrückt. In den ersten Minuten büßte der Dax 0,9 Prozent auf 6568 Punkte ein. In der Vorwoche hatte es der Leitindex trotz der deutlichen Verluste am Freitag noch auf ein Plus von mehr als ein Prozent gebracht. Der M-Dax gab zum Wochenauftakt um 1,4 Prozent auf 10.656 Punkte nach und der Tec-Dax verlor 1,2 Prozent auf 759 Punkte. Der marktbreite FAZ-Index büßte 1,3 Prozent ein auf 1420 Punkte. Auch der Euro geriet am Montagmorgen deutlich unter Druck und kämpfte auf dem tiefsten Niveau seit Juni 2010 um die Marke von 1,21 Dollar.

          Berichte, wonach sowohl der Internationale Währungsfonds (IWF) als auch die deutsche Regierung nicht mehr bereit sind, der Regierung in Athen über die bisherigen Zusagen hinaus Kredite zur Verfügung zu stellen, rückten das Thema Schuldenkrise zurück in den Fokus. Darüber hinaus warnte ein Mitglied der chinesischen Zentralbank vor einem sich weiter verlangsamenden Wirtschaftswachstum und trug somit laut Händlern zur negativen Gemengelage bei. Die Vorgaben belasten entsprechend ebenfalls: Der Future auf den amerikanischen Leitindex Dow Jones gab seit dem Xetra-Schluss am Freitag um 0,8 Prozent nach und die Börsen in Asien sackten zum Teil deutlich ab. Im Fokus dürfte weiterhin vor allem die Entwicklung an den Anleihemärkten stehen, wo der Risikoaufschlag spanischer Papiere gegenüber Bundesanleihen Rekordstände erreichte.

          Deutsche Anleihen mit kräftigen Gewinnen zum Start

          Die deutschen Staatsanleihen sind am Montag mit kräftigen Gewinnen in die neue Handelswoche gegangen. Der richtungsweisende Euro-Bund-Future
          stieg am Morgen um 0,24 Prozent auf 146,12 Punkte. Händler nannten die abermals aufgeflammte Euro-Schuldenkrise als Grund. Der richtungweisende Terminkontrakt auf die zehnjährige Bundesanleihe, der Bund-Future, gewann 27 Basispunkte auf 105,725 Prozent, der kürzer laufende Bobl-Future legte 2 Basispunkte zu auf 101,245 Prozent.

          Die Euro-Schuldenkrise ist mit voller Wucht zurück: Während sich abermals die Frage nach dem Verbleib Griechenlands im Währungsraum stellt, rücken in Spanien die angeschlagenen Regionen in den Fokus. Hinzu kommen rekordhohe Risikoaufschläge für spanische Staatsanleihen, die die viertgrößte Euro-Wirtschaft über hohe Refinanzierungskosten immer stärker unter Druck setzen.

          Euro erstmals seit zwei Jahren unter 1,21 Dollar

          Der Euro ist zu Wochenbeginn erstmals seit gut zwei Jahren unter die Marke von 1,21 Dollar gesunken. Am Montagmorgen kostete die Gemeinschaftswährung 1,2091 Dollar und damit rund einen halben Cent weniger als am Freitagabend. Ein Dollar war zuletzt 0,8264 Euro wert. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Freitagmittag auf 1,2200 (Donnerstag: 1,2287) Dollar festgesetzt.

          Die Euro-Schuldenkrise belastet die Gemeinschaftswährung immer stärker: Binnen Jahresfrist hat der Euro zum Dollar mehr als 20 Cent verloren, zum japanischen Yen liegt er auf dem tiefsten Stand seit elf Jahren. Während sich abermals die Frage nach dem Verbleib Griechenlands im Währungsraum stellt, rücken in Spanien die angeschlagenen Regionen in den Fokus. Hinzu kommen rekordhohe Risikoaufschläge für spanische Staatsanleihen, die die viertgrößte Euro-Wirtschaft über hohe Refinanzierungskosten immer stärker unter Druck setzen.

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