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Blick auf den Finanzmarkt : Dax startet kaum verändert - M-Dax auf Rekordhoch

  • Aktualisiert am

Bild: FAZ Helfert

Der Dax ist am Mittwoch kaum verändert gestartet. Ungeachtet der Kursgewinne in Asien und an der Wall Street stieg der Leitindex im frühen Handel nur um 0,11 Prozent auf 7384 Punkte.

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          Für den M-Dax ging es um 0,21 Prozent auf 11 495,07 Punkte nach oben. Damit gelang es dem Index der mittelgroßen Werte, sein Rekordhoch aus dem Jahr 2007 zu übertreffen. Der Tec-Dax rückte um 0,12 Prozent auf 828,40 Punkte vor. Positives und Negatives halte sich an diesem Morgen die Waage, sagte ein Händler. Der breite FAZ-Index meldete derweil ein Plus von 0,15 Prozent auf 1580.76 Zähler.

          Am Rentenmarkt fiel die Rendite der zehnjährigen spanischen Anleihen auf 5,58 von 5,81 Prozent im späten Vortagesgeschäft. Auch hier setzten die Investoren Händlern zufolge auf einen baldigen Start der EZB-Anleihenkäufe. Der Bund-Future war kaum gefragt; der Kontrakt gab um 45 Ticks auf 140,32 Zähler nach.

          Intel- und IBM-Zahlen belasten

          im Dax zählten die Aktien der Commerzbank erneut zu den Favoriten und stiegen um 1,41 Prozent. Die Titel der Deutschen Bank gewannen 0,62 Prozent hinzu. Beide hatten bereits am Vortag bis zu 5 Prozent hinzugewonnen.  Die Titel von SAP hingegen waren schwächster Wert mit einem Abschlag von 0,65 Prozent. Die Anteilsscheine von Infineon Technologies sanken um 0,10 Prozent und die von Wacker Chemie um 1,21 Prozent.

          Börsianer gaben als Grund vor allem die enttäuschenden Zahlen der US-Konzerne Intel und IBM  an. „Das belastet den gesamten Technologiesektor“, sagte einer.  Der schwache PC-Markt bescherte dem weltgrößten Chiphersteller Intel deutliche Einbußen bei Umsatz und Gewinn im dritten Quartal, vor allem enttäuschte aber der Ausblick. Der IT-Konzern IBM meldete für das dritte Quartal einen deutlichen Umsatzrückgang in seiner Hardware-Sparte.

          Tokios Börse tendiert fest

          Die Börse in Japan hat am Mittwoch in Folge positiver Vorgaben aus Übersee fest geschlossen. Der Nikkei-Index für 225 führende Werte notierte zum Handelsende ein Plus von 105,24 Punkten oder 1,21 Prozent beim Stand von 8806,55 Punkten. Der breit gefasste Topix verbesserte sich ebenfalls deutlich um 7,39 Punkte oder 1,01 Prozent auf den Endstand von 739,79 Zählern.

          Amerikas Börsen knüpfen an Vortagsgewinne an

          Angesichts einer Mixtur aus guten Nachrichten haben die New Yorker Börsen am Dienstag an ihre Vortagsgewinne angeknüpft. Neben einigen positiv aufgenommenen Unternehmenszahlen stützten solide Wirtschaftsdaten aus Amerika die Kurse. Hinzu kam die Hoffnung auf einen baldigen Hilfsantrag Spaniens als positiver Kurstreiber. Der Leitindex Dow Jones Industrial stieg um 0,95 Prozent auf 13 551,78 Punkte. Der breiter gefasste S&P 500 Index gewann 1,03 Prozent auf 1454,92 Zähler. An der Nasdaq legte der Composite-Index um 1,21 Prozent auf 3101,17 Punkte zu, und der Auswahlindex Nasdaq 100 gewann 1,41 Prozent auf 2778,38 Punkte.

          Im Technologiesektor sorgte zusätzlich die anstehende Präsentation eines neuen Apple-Produkts für Fantasie. Der Smartphone-Hersteller will am 23. Oktober die nächste Neuheit präsentieren - erwartet wird das kleinere iPad-Modell, über das schon seit Monaten spekuliert wird. Den Apple-Aktien bescherte das ein Plus von 2,34 Prozent auf 649,61 Dollar.

          Einen besonderen Paukenschlag gab es am Dienstag bei der Citigroup, deren Chef Vikram Pandit überraschend seinen Rücktritt erklärte. Neuer Unternehmenslenker wird Europachef Michael Corbat. Die Titel arbeiteten sich nach schwächerem Start ins Plus vor und gewannen zuletzt 1,61 Prozent auf 37,25 US-Dollar. Einige Kritiker hatten ein positives Fazit gezogen.

          Mit Zahlen stand derweil Goldman Sachs im Fokus. Dank der besseren Stimmung an den Finanzmärkten verdiente die Investmentbank im dritten Quartal rund 1,5 Milliarden US-Dollar und damit deutlich mehr als von Analysten erwartet. Die Reaktion bei den Papieren fiel jedoch mit einem Minus von rund einem Prozent auf 123,22 US-Dollar eher negativ aus, nachdem zahlreiche weitere Banken zuletzt schon positiv überrascht hatten.

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