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Blick auf den Finanzmarkt : Dax fester erwartet - EZB und Spanien im Blick

  • Aktualisiert am

Bild: FAZ Helfert

Der Dax wird nach Einschätzung von Banken und Brokern am Donnerstag zum Handelsstart leichte Kursgewinne verbuchen. Am Mittwoch hatte der Leitindex 0,2 Prozent höher bei 7322 Punkten geschlossen. Im Mittelpunkt des Börsengeschehens wird am Donnerstag wohl die Ratssitzung der Europäischen Zentralbank in der slowenischen Hauptstadt Ljubljana stehen.

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          Am Tag der EZB-Zinsentscheidung dürfte der deutsche Aktienmarkt freundlich in den Handel starten. Finspreads taxierte den Dax am Donnerstagmorgen um 0,52 Prozent höher bei 7360 Punkten. Die meisten Volkswirte rechnen aber damit, dass die EZB die Zinsen auf dem aktuellen Rekordtief belassen wird. Daher dürfte sich das Augenmerk vor allem auf mögliche Aussagen zu Spanien richten. Marktteilnehmer warten derzeit gespannt, ob und wann das Land unter den Rettungsschirm schlüpfen wird. Bereits vor der Zinsentscheidung treten die Iberer mit einer Auktion am Anleihen-Markt auf.

          Erst nach Xetra-Schluss wird die amerikanische Notenbank das Protokoll der jüngsten Zinssitzung veröffentlichen, die so genannten Minutes. Die Vorgaben unterstützen einen festeren Auftakt hierzulande: Der Future auf den amerikanischen Leitindex Dow Jones zog seit Xetra-Schluss am Vortag um 0,3 Prozent an und auch in Asien waren die Kurstafeln überwiegend grün.

          Deutsche Anleihen eröffnet nahezu unverändert

          Die deutschen Staatsanleihen sind am Donnerstag nahezu unverändert in den Handel gegangen. Der richtungsweisende Euro-Bund-Future fiel am Morgen um 0,02 Prozent auf 141,62 Punkte. Der richtungweisende Terminkontrakt auf die zehnjährige Bundesanleihe, der Bund-Future, blieb bei 100,49 Prozent, der kürzer laufende Bobl-Future stieg um einen Basispunkt auf 99,955 Prozent. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe stand zuletzt bei 1,446 Prozent.

          Der Tag steht im Zeichen der führenden Notenbanken. Am Nachmittag werden Bank of England und EZB ihre Zinsentscheide bekanntgeben. Am Abend veröffentlicht die amerikanische Notenbank Federal Reserve ihr Sitzungsprotokoll (“Minutes“). Außerdem könnten Anleiheauktionen in Frankreich und Spanien die Märkte bewegen. Vor allem Spanien steht im Fokus. Rückschläge bei Nachfrage oder Zinsen würden die Nervosität der Investoren erhöhen. „Nach einer aufgrund der Vorgaben aus dem asiatischen Handel etwas leichteren Eröffnung dürfte der für den deutschen Rentenmarkt richtungweisende Bund-Future zwischen 141,00 und 142,40 Punkten orientierungslos seitwärts vor sich hin dümpeln“, schreibt Experte Dirk Gojny von der National-Bank.

          Euro hält sich vor EZB-Sitzung im Plus

          Der Euro hat am Donnerstag Gewinne im frühen Handel verbucht und sich deutlich über der Marke von 1,29 Dollar behauptet. Am Morgen stieg die Gemeinschaftswährung bis auf 1,2933 Dollar. Zuletzt stand sie bei 1,2924 Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Vortag auf 1,2904 (Dienstag: 1,2930) Dollar festgesetzt. Der Tag steht im Zeichen der führenden Notenbanken. Am Nachmittag werden Bank of England und EZB ihre Zinsentscheide bekanntgeben. Am Abend veröffentlicht die amerikanische Notenbank Federal Reserve ihr Sitzungsprotokoll (“Minutes“).

          Außerdem könnten Anleihenauktionen in Frankreich und Spanien die Märkte bewegen. Vor allem Spanien steht im Fokus. Rückschläge bei Nachfrage oder Zinsen würden die Nervosität der Investoren erhöhen. In den Vereinigten Staaten werden die wöchentlichen Zahlen zu den Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe und die Auftragseingänge der Industrie veröffentlicht. Letztere stehen unter dem Einfluss der sehr schlechten August-Daten zur Auftragslage bei langlebigen Gütern. „Aufgrund des hohen Gewichts dieser Komponente werden auch die Gesamtaufträge im Monatsvergleich einen massiven Rückgang erfahren“, prognostiziert Experte Ralf Umlauf von der Landesbank Hessen-Thüringen.

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