https://www.faz.net/-gqe-7q8zw

Berlin : Friedrichshain-Kreuzberg wird „Essbarer Bezirk“

  • Aktualisiert am

Der Prinzessinnengarten am Moritzplatz in Berlin-Kreuzberg Bild: dpa

Im „Schlaraffenland“ wachsen einem die Trauben in den Mund. So ähnlich soll es auch im Berliner Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg werden. Bei Neupflanzungen bevorzugen die Behörden in Zukunft essbare Pflanzen.

          1 Min.

          Der Berliner Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg will zum „Essbaren Bezirk“ werden. Bei Neupflanzungen in allen öffentlichen Grünanlagen des Bezirks, an Schulen, Sportplätzen und öffentlichen Gebäuden wird in Zukunft essbaren Pflanzen der Vorzug gegeben, teilte das Bezirksamt am Dienstag in Berlin mit. Nach Empfehlung einer eigens eingesetzten Expertenkommission eigneten sich Nussbäume und Haselnusssträucher aufgrund ihrer robusten Eigenschaften besonders für Straßen.

          Apfel-, Quitten-, Birnbäume oder die aus der Balkanregion stammende Kirschpflaume (türkisch: Can Erik) werden für Parks, Schulgärten oder Einrichtungen wie Kinderbauernhöfe empfohlen. Zudem seien auch Stauden und Obststräucher wie Schlehe, Holunder, Johannisbeere oder Apfelbeere gut geeignet.

          Mit dem Projekt „Essbarer Bezirk“ solle die Vielfalt der Pflanzen befördert werden, teilte Friedrichshain-Kreuzbergs Bau-Stadtrat Hans Panhoff (Bündnis 90/Die Grünen) mit. „Diese Bio-Diversität bedeutet etwa für unsere Parks, dass dort heimische Obstbaumsorten, die nicht länger EU-Kriterien entsprechen, weiter angepflanzt werden können.“ Das führe zum Erhalt der Sortenvielfalt.

          Besonders an Schulen und anderen pädagogischen Einrichtungen sollen essbare Pflanzen und Stauden eingesetzt werden, so Panhoff. Ziel sei es, dass die Kinder dort künftig Obst ernten können. „Es wird für viele Stadtkinder eine positive Erfahrung sein, dass Obst und Gemüse nicht nur im Laden liegen, sondern dass man es selbst anbauen und ernten kann“, sagte der Bau-Stadtrat.

          Weitere Themen

          Plexiglas-Boom in der Corona-Krise Video-Seite öffnen

          Hustenschutz : Plexiglas-Boom in der Corona-Krise

          In der Corona-Krise setzen viele Läden, Apotheken und Arztpraxen auf Plexiglas: Mit „Hustenschutzen“ sollen Angestellte vor einer Infektion mit dem neuartigen Virus bewahrt werden.

          Buhmann der Nation

          FAZ Plus Artikel: Kritik an Adidas : Buhmann der Nation

          Nach der Ankündigung, die Miete für geschlossene Läden nicht zu bezahlen, stand der Sportartikelhersteller in der Kritik. Adidas-Vorstandschef Kasper Rorsted entschuldigt sich jetzt. Ob das reicht, ist fraglich.

          Topmeldungen

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.