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Zustellung per Drohne : Googles „Project Wing“

Project Wing Bild: AP

Google folgt Amazon und testet automatische Flugdrohnen, um Waren oder Hilfsgüter zustellen zu können. Zusammen könnten die beiden Internetgiganten genügend Druck auf die Politik ausüben, um den Lieferverkehr durch die Luft zuzulassen.

          Am Himmel über Amerika und anderswo könnte es in der Zukunft voll werden: Nach dem Internetkaufhaus Amazon hat nun auch Google bekannt gegeben, an Flugdrohnen zu arbeiten, die eigenständig Waren ausliefern können.

          Patrick Welter

          Korrespondent für Wirtschaft und Politik in Japan mit Sitz in Tokio.

          Google denkt nach eigenen Angaben daran, dass Flugdrohen künftig schnell Erste-Hilfe- oder sonstige Hilfsgüter nach Desastern wie Erdbeben oder Überschwemmungen ausliefern könnten. Auf lange Sicht seien auch Lieferungen an Privatkunden per Drohnen möglich. Google hat mit dem Projekt 2011 begonnen und erwartet, dass es noch Jahre dauern wird, bis ein verlässlicher Auslieferungsdienst auf die Beine gestellt werden kann.

          Ein Prototyp hat, wie der Internetgigant in einem Video zeigt, in Queensland in Australien schon erfolgreich Pakete an Farmen ausgeliefert. Der Drohnen-Prototyp hat eine Spannweite von 1,5 Metern und wird von vier Propellern angetrieben. Das Fluggerät wiegt 8,5 Kilogramm und transportiert derzeit Pakete von bis zu 1,5 Kilogramm.

          Googles Drohnen sehen wie kleine Flugzeuge aus. Sie stehen am Boden auf dem Heck, starten senkrecht und gehen dann in den Horizontalflug über. Bilderstrecke

          Dass Google die Tests in Australien durchführte liegt an den dort lockeren Regeln für Drohnen. In den Vereinigten Staaten sind kommerzielle Drohnenflüge so gut wie vollständig verboten. Im Juni erlaubte die Flugaufsicht dem Ölunternehmen BP Drohnenflüge in Alaska.

          Fachleute in Amerika spekulieren schon, dass Amazon und Google zusammen hinreichend Druck auf auf die Politik in Washington ausüben könnten, den Auslieferungsflugverkehr mit Drohnen zuzulassen. Die zuständige Regulierungsbehörde hat begonnen, über Regel für den Drohen-Flugverkehr nach, geht aber langsam und vorsichtig vor. Amazon hat die Aufsichtsbehörde schon um Erlaubnis für Freilandtests gebeten. Der Internethändler erwartet aber, dass noch Jahre bis zur Zulassung vergehen können.

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