https://www.faz.net/-gqe-7uc2q

Nächste Panne : Apple nimmt iOS-Update vom Netz

Apple hat gerade die neueste Version seines iOS-Betriebssystems eingeführt. Bild: Apple

Erst verbogene Geräte, jetzt Schwierigkeiten mit der Software: Mit seiner neuen iPhone-Generation erlebt der Konzern keinen reibungslosen Start. Ob das die Kunden abschreckt, ist aber fraglich.

          Es war kein allzu ruhmreicher Tag für Apple: Erst kursierten am Mittwoch Berichte, dass das neue Smartphone-Modell iPhone 6 Plus sich verbiegen kann. Dann tauchten Schwierigkeiten mit der neuen Software für iPhones und iPads auf. Apple sah sich gezwungen, die Softwareversion iOS 8.0.1 wieder zurückzuziehen.

          Roland Lindner

          Wirtschaftskorrespondent in New York.

          Diese Software war als Update für die erst in der vergangenen Woche veröffentlichte Variante iOS 8.0 gedacht und sollte eigentlich damit in Verbindung gebrachte Fehler ausmerzen. Stattdessen aber richtete sie offenbar neuen Schaden an. So beschwerten sich Nutzer nach dem Herunterladen der Software über gestörten Handyempfang. Auch wurde reklamiert, dass der Fingerabdruck-Sensor Touch ID, der zum Entsperren von iPhones dient, nicht mehr funktioniert.

          Apple gab am Mittwoch eilig eine Stellungnahme heraus, ohne viel Klarheit über den möglichen Defekt zu liefern: „Wir untersuchen diese Berichte aktiv und werden so schnell wie wir können Informationen bereitstellen.“ In der Zwischenzeit wurde iOS 8.0.1 erst einmal vom Netz genommen.

          Es ist keineswegs ohne Beispiel, dass Apple bei neuen Betriebssystemen für iPhones und iPads nachbessern muss. Im vergangenen Jahr sah sich das Unternehmen innerhalb weniger Tage nach dem Start für die Softwaregeneration iOS 7 zu zwei Updates gezwungen. Apple ging damals aber nicht so weit, eine Programmversion abrupt wieder zurückzuziehen.

          Anders als bei den reklamierten Softwareproblemen ließ Apple die Berichte über verbogene iPhones am Mittwoch unkommentiert. Besitzer des iPhone 6 Plus hatten sich auf Twitter und anderen Internetseiten beklagt, dass sich ihr Gerät verbogen hat, nachdem sie es in der Hosentasche herumgetragen haben. Zudem war ein Videoclip aufgetaucht, in dem zu sehen ist, wie ein Produkttester ein iPhone 6 Plus verbiegt, indem er mit beiden Daumen auf das Gerät drückt.

          Pannen schaden nicht dem Geschäft

          Produktpannen sind zwar für ein Unternehmen wie Apple, das sich gerne der Überlegenheit seiner Geräte rühmt, peinlich. Sie haben dem Geschäft des Konzerns aber bisher nie merklich geschadet. So gab es im Jahr 2010 nach der Einführung des iPhone 4 große Aufregung, weil Nutzer sich über einen schwachen Handy-Empfang beklagten, der mit dem Design der Antenne in Verbindung gebracht wurde. Das iPhone 4 hat sich trotzdem glänzend verkauft.

          Auch das Geschäft mit dem iPhone 6 Plus und der kleineren Variante iPhone 6 hat sich gut angelassen. Seit dem Verkaufsstart am vergangenen Freitag hat Apple nach eigener Aussage mehr als zehn Millionen Einheiten dieser beiden Modelle abgesetzt und damit einen Rekord für eine neue iPhone-Generation aufgestellt.

          Weitere Themen

          Zu Gast bei Feinden

          FAZ Plus Artikel: Axel Voss auf der Gamescom : Zu Gast bei Feinden

          Der EU-Abgeordnete Axel Voss ist die Hassfigur der Youtuber und Gamer. Mit der Reform des Urheberrechts hat er die Szene gegen sich aufgebracht. Sein Besuch auf der Spielemesse Gamescom lief dann aber anders als erwartet.

          Topmeldungen

          Sowohl Trump als auch Johnson winken mit ihrem zerstörerischen Potential. Nur schätzen sie ihre Position falsch ein.

          Schwäche der EU? : Boris Trump

          Sowohl Trump als auch Johnson verschätzen sich: Man kann aus den Wechselbeziehungen der globalisierten Welt nicht in Trotzecken fliehen und dabei nachhaltige Gewinne machen. Europa ist da in einer stärkeren Position.

          Axel Voss auf der Gamescom : Zu Gast bei Feinden

          Der EU-Abgeordnete Axel Voss ist die Hassfigur der Youtuber und Gamer. Mit der Reform des Urheberrechts hat er die Szene gegen sich aufgebracht. Sein Besuch auf der Spielemesse Gamescom lief dann aber anders als erwartet.
          Noch baumelt der Golf an den Greifarmen im Zwickauer VW-Werk. Bald soll ihn das Elektromodell ID ablösen.

          VW-Werk : Zwickau wird elektrisch

          VW produziert im sächsischen Zwickau bald nur noch Elektroautos. Das Werk wird damit zum Modell für die ganze Branche. Was bedeutet das für die Arbeiter? Ein Besuch im Versuchslabor.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.