https://www.faz.net/-gqe-84byq

Weitere Nachrichten : Angst vor Datenklau hält viele Deutsche von mobilem Bezahlen ab

  • Aktualisiert am

Bild: dpa

Mehrere Energiekonzerne bieten angeblich die Abschaltung von Kohlemeilern an. Gerry Weber kassiert seine Umsatz- und Ergebnisziele.

          5 Min.

          Die Angst vor dem Klau sensibler Bankdaten hält viele Deutsche einer Umfrage zufolge von Geldgeschäften per Smartphone ab. Generell sehen neun von zehn Deutschen (88 Prozent) die Gefahr, dass bei mobilen Bezahlverfahren Daten gehackt und missbraucht werden. Das ist ein Ergebnis einer repräsentativen Befragung von 1020 Erwachsenen im Auftrag der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PwC.

          Fast genauso viele (85 Prozent) meinen, es gebe ein wachsendes Risiko, dass ihr Handy gestohlen wird und dann mit Bezahldaten kriminelle Geschäfte gemacht werden. Immerhin fast drei Viertel (72) der Befragten sind der Ansicht, sogenannte Mobile-Payment-Angebote verleiteten schneller zum Einkaufen.

          Nikolas Beutin, Experte für mobiles Bezahlen bei PricewaterhouseCoopers (PwC) mahnt, die Sorgen um Datensicherheit ernst zu nehmen: "Hier sind die Anbieter gefragt, für ein Höchstmaß an Sicherheit zu sorgen."

          Die neue technischen Möglichkeiten setzen sich der Erhebung zufolge in Deutschland insgesamt nur schleppend durch: Drei Viertel (75 Prozent) der Menschen hierzulande haben demnach noch nie bargeldlos mobil bezahlt. 40 Prozent gaben an, das auch künftig nicht tun zu wollen. (dpa-AFX)  

          Energiekonzerne bieten Abschaltung von Kohlemeilern an

          Im Streit über eine Klimaabgabe haben mehrere Energiekonzerne einem Bericht zufolge die Abschaltung von Braunkohleblöcken angeboten. Strittig sei noch, ob es um eine Leistung von 2000 oder 3000 Megawatt gehe, berichtete die "Rheinische Post" (Mittwochausgabe) laut Vorabmeldung unter Berufung auf Branchenkreise. Demnach will die Bundesregierung ihr Ziel zur Einsparung von klimaschädlichen Gasen nun mit der freiwilligen Abschaltung sowie einer stärkeren Förderung der Kraft-Wärme-Koppelung und mehr Heizungsmodernisierungen erreichen. Die Klimaabgabe solle auf Eis gelegt werden.

          Der ursprüngliche Plan, eine Abgabe für alte Kohlekraftwerke zu erheben, hätte vor allem RWE und Vattenfall getroffen. Deswegen regte sich in betroffenen Bundesländern wie Nordrhein-Westfalen oder Brandenburg Kritik. Auch Gewerkschafter attackierten die Pläne. Dagegen lehnte es Umweltministerin Barbara Hendricks ab, die Strombranche weniger stark als geplant zu belasten. (Reuters)

          Gerry Weber kassiert Umsatz- und Ergebnisziele für Geschäftsjahr

          Ausbleibende Kunden in den Innenstädten sowie ungünstige Wetterbedingungen haben Gerry Weber das Geschäft verhagelt und den Ausblick verdüstert. Der Modekonzern kappte nach einem schwachen Halbjahr seine Prognosen. Die Aktie des Modeunternehmens verlor daraufhin im nachbörslichen Handel im Vergleich zum Xetra-Schlusskurs rund 7 Prozent an Wert.

          Der Umsatz sei im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2014/15 (November bis April) dank der Flächenexpansion eigener Filialen und der erstmaligen Einbeziehung des übernommenen Modegeschäfts Hallhuber um 4,8 Prozent auf 432,7 Millionen Euro gestiegen, teilte Gerry Weber am Dienstag mit. Die Erlöse auf vergleichbarer Fläche und ohne Hallhuber seien hingegen um 4,6 Prozent gesunken und hätten damit die Erwartungen des Vorstands deutlich verfehlt.

          Der operative Gewinn (Ebit) sei um 26,8 Prozent auf 36,2 Millionen Euro gefallen. Für den deutlichen Ergebnisrückgang machte das Unternehmen niedriger als geplante Umsätze, eine überdurchschnittliche Rabattierung von Saisonware sowie expansionsbedingt höhere Fixkosten verantwortlich.

          Deshalb geht der Vorstand nicht mehr von der Erreichung der Ziele für das laufende Geschäftsjahr 2014/15 aus. Für die gesamte Gerry Weber Gruppe werde nun mit einem Umsatzanstieg im hohen einstelligen Prozentbereich gerechnet, hieß es. Bislang hatte das Unternehmen ein Erlösplus zwischen von bis zu 17,3 Prozent auf 970 Millionen bis 1 Milliarde Euro erwartet. Das Konzern-Ebit soll "aufgrund des derzeit schwierigen Marktumfeldes" nun 20 bis 25 Prozent unterhalb des Vorjahreswertes liegen. Ursprünglich war einschließlich Hallhuber ein Anstieg des operativen Gewinns um bis zu 15,7 Prozent auf 118 bis 126 Millionen Euro prognostiziert worden. (dpa-AFX)

          Weitere Themen

          „Moralappelle bringen nichts“

          Raus aus der Klimakrise : „Moralappelle bringen nichts“

          Der Kölner Spieltheoretiker und Verhaltensökonom Axel Ockenfels erklärt im Interview, wo der Knackpunkt im Klimakonflikt liegt – und auf welcher Grundlage das Problem von der Weltgemeinschaft gelöst werden könnte.

          Topmeldungen

          Ist die Welt noch zu retten? Eine Frau bei einer Demo in Lissabon.

          Raus aus der Klimakrise : „Moralappelle bringen nichts“

          Der Kölner Spieltheoretiker und Verhaltensökonom Axel Ockenfels erklärt im Interview, wo der Knackpunkt im Klimakonflikt liegt – und auf welcher Grundlage das Problem von der Weltgemeinschaft gelöst werden könnte.

          Muhammad Bin Salmans Pläne : Der Ölprinz mit der Billion

          Er ist jung und braucht das Geld: Der saudische Kronprinz Muhammad Bin Salman bringt den weltgrößten Ölkonzern Saudi Aramco an die Börse. Damit will er nicht nur das Land reformieren, sondern auch die eigene Macht sichern.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.