Alice Weidel im Porträt : Alternative zu Höcke

Ein halbes Jahr vor der Wahl befindet sich die AfD in der Krise. Interne Machtkämpfe erschüttern die Partei. Die Ökonomin Alice Weidel tritt trotzdem an. Warum?
Diplomatische Beziehungen: Das klingt nach perlenden Kaltgetränken und Abendgarderobe. An diesem Februartag in Berlin ist es das Gegenteil. Im Café an der Spree dudeln Hits der Achtziger, das Mobiliar ist mindestens genauso alt. An einem Bistrotisch sitzt ein Rentner vor seinem Mittagsbier und dem „Berliner Kurier“. Die Volksrepublik China, immerhin zweitgrößte Wirtschaftsmacht der Welt, hat diesen Ort ausgewählt, warum auch immer. Frau Ping, eine Botschaftsrätin mit kurzen Haaren und quietschbuntem Seidenschal, und Frau Xu, dezent gekleidet und laut Visitenkarte dritter Sekretär aus der politischen Abteilung, wollen die Alternative für Deutschland (AfD) kennenlernen. Es sei das erste Treffen dieser Art, sagt Frau Ping. Die Deutschen würden bald wählen, die AfD sei ja keine ganz kleine Partei mehr, und China wolle aus erster Hand erfahren, wofür sie steht.





