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Ärztepräsident zur Organspende : „Alle acht Stunden stirbt ein Mensch auf der Warteliste“

Ärzte entnehmen einem Organspender eine Niere. Bild: dpa

Sollen die Deutschen stärker gedrängt werden, ihre Organe zu spenden? Gegenüber FAZ.NET erklärt Ärztepräsident Montgomery, wieso das wichtig ist. Und woran es hakt.

          2 Min.

          Herr Montgomery, Sie unterstützen den Gesetzentwurf des Gesundheitsministers zur Organspende, wieso?

          Alexander Armbruster

          Verantwortlicher Redakteur für Wirtschaft Online.

          Weil es höchste Zeit ist, endlich an die strukturellen Ursachen für die geringen Organspendezahlen zu gehen und diese zu beseitigen. Die Ärzteschaft fordert schon lange, dass die Organentnahme ausreichend finanziert wird und die Transplantationsbeauftragten genug Zeit für ihre Arbeit haben. Es ist gut, dass diese Forderungen endlich aufgegriffen werden.

          Wie viele Organspenden fehlen denn, um den Bedarf in Deutschland zu decken?

          Bundesweit wurden in Deutschland im Jahr 2017 insgesamt 3.385 Organe  übertragen. Gleichzeitig haben wir aber mehr als 10.000 Patienten auf der Warteliste, die dringend ein Spenderorgan benötigen. Durchschnittlich alle acht Stunden stirbt ein Mensch auf der Warteliste, weil kein passendes Spender-Organ gefunden wird.

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