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Mangel an Narkosemittel : Ärztepräsident fordert nationale Medikamenten-Reserve

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In manchen OP-Zentren reichen die Vorräte an Narkosemittel nur noch zwei Wochen. Bild: dpa

Nach dem Bericht der F.A.Z. über den drohenden Mangel an Narkosemittel hat Ärztepräsident Montgomery reagiert. Er fordert die Bundesregierung zum Handeln auf.

          Als Reaktion auf den Bericht der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (F.A.Z.) bezüglich drohender Lieferengpässe beim Narkosemittel Remifentanil hat Ärztepräsident Frank Ulrich Montgomery gefordert, die Arzneimittel-Produktion international besser zu überwachen und für wichtige Arzneimittel in Deutschland eine Medikamenten-Reserve anzulegen. „Es kann nicht sein, dass ein hoch industrialisiertes Land wie Deutschland die Gesundheitsversorgung der Bevölkerung nicht sicherstellen kann.“, sagte Montgomery der „Bild“-Zeitung (Donnerstagsausgabe).

          Lieferengpässe von Arzneimitteln seien ein generelles Problem, sagte Montgomery. Die Grundstoffe wichtiger Medikamente würden häufig nur noch von wenigen Firmen zumeist in China oder Indien hergestellt. „Diese Abhängigkeit von wenigen Produktionsstandorten ist nicht gesund“, sagte der Ärztepräsident.

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          Die Bundesregierung müsse „darauf drängen, dass ein internationales Kataster über Arzneimittel aufgebaut“ wird. „Wir müssen wissen, welche Medikamente wo und wie produziert werden.“

          „Für wichtige Arzneimittel benötigen wir eine nationale Medikamenten-Reserve. Lebenswichtige Medikamente müssen jederzeit zur Verfügung stehen“, sagte Montgomery. Bei Präparaten mit dem Wirkstoff Remifentanil gibt es seit einigen Monaten Nachschubprobleme. Das Narkosemittel kommt vor allem bei ambulanten Operationen zum Einsatz.

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