https://www.faz.net/-gqe-982cv

Geld für die Aktionäre : Adidas kündigt milliardenschweren Aktienrückkauf an

  • Aktualisiert am

Der Rückkauf soll noch größer ausfallen als das vorherige Programm. Bild: dpa

Der Sportartikelhersteller will in den nächsten Jahren im großen Stil Aktien zurückkaufen. Diesmal soll das Programm noch größer ausfallen. Am 22. März geht es los.

          Der Sportartikelhersteller Adidas will Milliarden an seine Aktionäre zurückgeben. Die Nummer zwei auf dem weltweiten Markt hinter Nike kündigte am Dienstagabend ein bis zu drei Milliarden Euro schweres Aktienrückkaufprogramm an. Allein in diesem Jahr sollen über die Börse eigene Anteilsscheine für bis zu eine Milliarde Euro gekauft werden, für den Rest gibt man sich bis spätestens Mai 2021 Zeit, wie Adidas mitteilte.

          Im Extremfall sei das Unternehmen auch bereit, Schulden zu machen, um die Papiere zu erwerben. Überwiegend soll das Geld aber aus dem operativen Geldzufluss kommen. Die Dividende – 30 bis 50 Prozent des Gewinns aus dem fortgeführten Geschäft – sei davon unberührt. Adidas hat mit dem ägyptischen Milliardär Nassef Sawiris und dem belgischen Investor Albert Frere (GBL) zwei anspruchsvolle Großaktionäre, die sich aber bisher kaum mit Forderungen zu Wort gemeldet haben.

          Der Aktienrückkauf soll am 22. März beginnen. Adidas kann dabei bis zu 18,8 Millionen Aktien erwerben, 8,98 Prozent des Grundkapitals. Der Rückkauf soll noch größer ausfallen als das vorherige Programm. In den Jahren 2014 bis 2017 hatte Adidas den selbst gesteckten Rahmen nicht ausgeschöpft: Statt bis zu 1,5 Milliarden Euro hatte der Konzern nur 900 Millionen für eigene Aktien ausgegeben.

          Weitere Themen

          Zum Kauf verführt

          FAZ Plus Artikel: Influencer-Marketing : Zum Kauf verführt

          Das Influencer-Marketing wird für Unternehmen immer wichtiger. Gerade Jugendliche lassen sich auf den digitalen Plattformen leicht locken. Denn es geht nicht mehr nur noch um Reichweite.

          Topmeldungen

           Ein Flugzeug von Thomas Cook steht auf dem Rollfeld des Flughafens von Manchester.

          Sanierung gescheitert : Thomas Cook ist pleite

          In der Nacht wurde das Aus besiegelt: Der älteste Reisekonzern der Welt steht vor der Zwangsliquidation. Das betrifft auch Zehntausende deutscher Urlauber, die bei Neckermann und anderen Marken gebucht haben.

          TV-Kritik: Anne Will : Welche Zukunft hätten Sie gern?

          Wer Klimaschutzpolitik als Kampf zwischen den Generationen etikettieren will, ist schief gewickelt. Die Zahl besorgter Eltern und Großeltern, die vergangenen Freitag an der Seite von Kindern und Enkeln auf die Straße gingen, war beachtlich. Der ganzen Debatte fehlt es an Optimismus.
           Unsere Sprinter-Autorin: Julia Anton

          F.A.Z.-Sprinter : Wenn einer eine Reise tut

          ... dann kann er was erzählen. Angela Merkel muss beim Klima-Gipfel in New York allerdings zunächst die Reisen ihrer Minister erklären, während andere Reisende Angst um ihren Urlaub haben.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.