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Brief an Staatsanwaltschaft : Ackermann gesteht falsche Aussage im Kirch-Prozess ein

  • Aktualisiert am

Josef Ackermann Bild: dpa

Josef Ackermann hat einem Medienbericht zufolge zugegeben, im Kirch-Prozess falsch ausgesagt zu haben. In einen Brief führt der ehemalige Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bank Zeitmangel und Ratschläge seiner Berater an.

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          Der frühere Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bank, Josef Ackermann, hat gegenüber der Staatsanwaltschaft zugegeben, im Kirch-Prozess falsch ausgesagt zu haben. Ackermann schrieb der ermittelnden Staatsanwältin in München im Januar einen vierseitigen Brief, der der Zeitung „Bild am Sonntag“ vorliegt. Darin gibt Ackermann an, er habe sich erst nach seinem Ausscheiden bei der Deutschen Bank gründlich mit dem Thema Kirch befassen können. Da habe er noch einmal sein Gedächtnis bemüht.

          Gleichzeitig distanziert sich der Schweizer von seinem früheren Arbeitgeber, der Deutschen Bank, berichtet die Zeitung weiter. Es sei möglich, dass er sich bei seiner Aussage im Schadenersatz-Prozess im Mai 2011 etwa von der Vorbereitung durch die Rechtsabteilung der Deutschen Bank habe beeinflussen lassen. Aus Zeitmangel habe er sich auf seine Berater verlassen. Ackermann habe jedoch nicht bewusst falsch ausgesagt. Die Staatsanwaltschaft hatte dem 66-Jährigen kurz zuvor vernommen und ihm Widersprüche in seinen Aussagen vorgehalten. Die Staatsanwaltschaft München hat den einstigen Top-Banker wegen Prozessbetruges angeklagt.

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