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Abkehr von Privatisierungen : Griechenland stellt Flughafen-Verkauf an Fraport infrage

  • Aktualisiert am

Der Frankurter Flughafen mit der Cargo-City Süd Bild: dpa

Der Verkauf von 14 griechischen Regionalflughäfen an den Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport steht auf der Kippe. Die neue Regierung in Athen hat bereits eine Reihe von Privatisierungen abgeblasen.

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          Der geplante Verkauf von 14 Regionalflughäfen in Griechenland an den Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport steht auf der Kippe. Die neue Regierung stellte das 1,2 Milliarden Euro schwere Vorhaben wieder auf den Prüfstand. Der Verkaufsprozess sei noch nicht besiegelt, sagte Staatsminister Alekos Flabouraris am Samstag im griechischen Fernsehen. „Wir haben gesagt, dass wir ihn stoppen und überprüfen werden.“

          Fraport und der griechische Partner Copelouzos Group hatten von der alten Regierung den Zuschlag für den Kauf der Flughäfen erhalten. Die endgültigen Verträge müssen aber noch ausgehandelt werden. Die neue Regierung, die vom Spar- und Reformkurs abkehren will, hat allerdings bereits eine Reihe von Privatisierungen abgeblasen, darunter den Verkauf des Hafens von Piräus und eines Energieversorgers.

          Fraport geht weiterhin davon aus, dass sich an den Vereinbarungen mit Athen nichts ändert. Mit dem staatlichen Privatisierungsfonds hat sich der Flughafenbetreiber auf den Erwerb einer 40 Jahre langen Betreiberlizenz für die griechischen Regionalflughäfen geeinigt. Da bei dieser Vereinbarung kein Eigentümerwechsel stattfindet, sollte nach Ansicht der Fraport-Manager dieses Projekt auch nach dem politischen Kurswechsel in Athen nicht gefährdet sein.

          Der Kauf der Regionalflughäfen sollte eigentlich im Herbst stehen. Dabei geht es unter anderem um Airports auf Urlaubsinseln wie Rhodos, Korfu, Mykonos und Santorin. Aber auch der Flughafen der Stadt Thessaloniki gehört zu dem Paket. Fraport will mindestens zwei Drittel der Anteile an dem Flughafen-Konsortium halten. Damit entfielen mindestens 800 Millionen Euro vom Kaufpreis auf das Unternehmen. Es ist eines der größten Privatisierungsvorhaben in Griechenland seit Beginn der Schuldenkrise vor sechs Jahren.

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