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Abgasbetrug : Braunschweig rüstet sich für die Musterklage gegen VW

Das milliardenschwere Musterverfahren von Anlegern zur VW-Dieselaffäre läuft seit fast einem Jahr. Bild: dpa

Im Abgasbetrug muss sich Volkswagen von heute an vor Gericht stellen. Fast 467.000 Kunden haben sich bislang der Musterklage angeschlossen. Wie sinnvoll ist das für den einzelnen?

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          Ein neues Gesetz, eine Bühne, bereitet für die Auseinandersetzung der Verbraucher gegen einen Großkonzern. Ähnliche Kämpfe sind schon lange vor dem Abgasbetrug von Volkswagen ausgefochten worden, nämlich an einem ungewöhnlich nasskalten Frühlingstag im April 2008 im Frankfurter Stadtteil Bornheim. Doch kaum einer der 16 000 enttäuschten Aktionäre der Deutschen Telekom, die mit Vehemenz ihr Geld aus dem dritten Börsengang im Jahr 2000 zurückforderte, verirrte sich damals zum Prozessauftakt im eigens angemieteten Saalbau. Der große Knall blieb aus.

          Marcus Jung

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Das Kapital-Anlegermusterverfahrensgesetz, eigens im Jahr 2005 vom Gesetzgeber entwickelt, um komplexe Massenverfahren zu bewältigen und Kleinanlegern eine Aussicht auf rasche Entschädigung zu bieten, erfüllte die Erwartungen nicht. Das KpMuG, so die gängige Abkürzung, ist mittlerweile angepasst worden. Die meisten Telekom-Aktionäre warten weiter auf eine Entschädigung, der Fall beschäftigt abermals Bundesgerichtshof in Karlsruhe.

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