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Finanzierung des ÖPNV : Darum geht es beim Streit um das 9-Euro-Ticket

Straßenbahnen an einer Haltestelle am Karlsruher Hauptbahnhof Bild: dpa

Zwischen Bund und Ländern tobt ein Streit um die Finanzierung des Öffentlichen Nahverkehrs. Eine Umfrage der F.A.Z. legt dabei beträchtliche Unterschiede offen. Nun kocht er wegen des 9-Euro-Tickets hoch.

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          Der Staat subventioniert den Öffentlichen Nahverkehr jedes Jahr in Milliardenhöhe. Dabei gibt der Bund deutlich mehr dazu als die Länder – obwohl der Betrieb von Bussen und Bahnen in deren Verantwortungsbereich liegt. Das hat eine Umfrage der F.A.Z. ergeben, an der sich fast alle Bundesländer beteiligt haben. Nur drei Länder, Sachsen-Anhalt sowie die beiden Stadtstaaten Hamburg und Bremen, konnten oder wollten keinerlei Angaben dazu machen, wie hoch ihr Anteil an der Finanzierung des Öffentlichen Nahverkehrs ist.

          Corinna Budras
          Wirtschaftskorrespondentin in Berlin.

          Die Umfrage offenbarte auch, dass die Eigenleistung der Länder sehr unterschiedlich ausfällt. Einige Regionen, darunter Nordrhein-Westfalen und vor allem Berlin investieren wesentlich mehr in den Öffentlichen Nahverkehr als der Bund. Ihre Investitionen übersteigen die Unterstützung aus der Hauptstadt mitunter um das Doppelte. In anderen Bundesländern etwa Brandenburg oder vor allem Mecklenburg-Vorpommern ist das Gegenteil der Fall, sie stecken nur einen Bruchteil dessen hinein, was der Bund dazu gibt. Besonders im Osten des Landes scheinen Busse und Bahnen keinen besonders hohen Stellenwert zu haben. Dort investieren die Landesregierungen verhältnismäßig wenig Geld in den Betrieb und den Ausbau des Netzes.

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