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Trotz vieler Krisen : Huch, 4 Prozent Wirtschaftswachstum in der Türkei

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Trotz Terrors auch in Istanbul wächst die türkische Wirtschaft offenbar ordentlich. Bild: dpa

Terror-Anschläge, weniger Touristen und sinkende Exporte: Die türkische Wirtschaft wächst trotzdem. Der Regierungschef verspricht für dieses Jahr sogar noch mehr.

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          Die türkische Wirtschaft ist im vergangenen Jahr deutlich gewachsen. Das Bruttoinlandsprodukt des Landes legte um 4 Prozent zu, wie das türkische Statistikamt an diesem Donnerstag bekanntgegeben hat. Im Jahr zuvor wuchs die türkische Wirtschaft um 3 Prozent. „Wir haben den Erfolg ungeachtet zweier Wahlen, wachsender geopolitischen Spannungen in unserer Region, Problemen bei unseren Handelspartnern und schwankenden globalen Finanzmärkten geschafft“, sagte der stellvertretende Ministerpräsident Mehmet Simsek.

          Getragen wurde das Wachstum von höheren Konsumausgaben und steigenden Investitionen. Dagegen verhinderten sinkende Exporte ein kräftigeres Plus. Simsek versprach Strukturreformen, um ein dauerhaft hohes Wachstum zu sichern. Trotz der von mehreren Anschlägen ausgelösten Tourismus-Krise rechnet die türkische Regierung in diesem Jahr mit einem noch kräftigeren Plus, gab sich Ministerpräsident Ahmet Davutoglu schon zu Wochenbeginn optimistisch.

          Nach der Anschlagsserie zu Beginn des Jahres kamen deutlich weniger ausländische Touristen in die Türkei. Die Zahl ging im Februar im Vergleich zum Vorjahresmonat um zehn Prozent auf 1,24 Millionen zurück. Es war der stärkste Einbruch seit zehn Jahren.

          Ökonomen gehen davon aus, dass der Umsatz im Tourismus - einem der größten Wirtschaftszweige - dieses Jahr um ein Viertel zurückgehen wird. Damit dürften dem Land Einnahmen in Höhe von umgerechnet rund sieben Milliarden Euro entgehen.

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