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Vereinigten Staaten : 480 Milliarden Dollar Leistungsbilanzdefizit

  • Aktualisiert am

Ein Containerschiff fährt an Seattle vorbei. Bild: AP

Amerikaner führen mehr aus dem Ausland ein als sie dorthin verkaufen. Nun sind die Zahlen für das vergangene Jahr heraus gekommen - Donald Trump werden sie nicht freuen.

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          Das Defizit in der amerikanischen Leistungsbilanz ist im vergangenen Jahr 2016 gestiegen. Es erhöhte sich um 3,9 Prozent im Vergleich zu 2015 auf 481,2 Milliarden Dollar, wie das Handelsministerium in Washington an diesem Dienstag mitteilte.

          Das entspricht 2,6 Prozent der Wirtschaftsleistung der größten Volkswirtschaft der Welt. Ende des Jahres 2005 betrug dieses Verhältnis noch rekordhohe 6,3 Prozent. Seither haben eine höhere heimische Ölproduktion und zeitweise niedrigere Ölpreise die Rechnung für Rohstoff-Einfuhren verringert.

          Das Leistungsbilanzdefizit ist derzeit eine brisante Größe, weil es besonders dem neuen amerikanischen Präsidenten Donald Trump ein Dorn im Auge ist. Er hat schon Steuern oder Zölle in Aussicht gestellt auf Waren bestimmter Handelspartner und zudem angekündigt, Handelsabkommen ändern zu wollen. Dabei nannte er China und Mexiko, über seine Berater aber auch die Bundesrepublik als Länder, mit denen Amerika einen besseren „Deal“ benötige.

          Gegen Ende des vergangenen Jahres ist das Defizit hingegen überraschend geschrumpft. Es fiel im vierten Quartal um 3,1 Prozent auf 112,4 Milliarden Dollar. Das ist der niedrigste Wert seit anderthalb Jahren. Zuvor befragte Ökonomen hatten mit einem Anstieg auf 128,2 Milliarden Euro gerechnet. Die Leistungsbilanz umfasst neben der Handelsbilanz weitere Posten, etwa Zinszahlungen.

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