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Vereinigte Staaten : Amerikas Arbeitsmarkt legt zu

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Die Situation am Arbeitsmarkt in den Vereinigten Staaten hat sich im November wie erwartet entwickelt. Die Zahl der Beschäftigten außerhalb der Landwirtschaft stieg um 215.000. Der Bausektor profitierte von den Aufbaumaßnahmen nach den Hurrikan-Zerstörungen.

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          Die Situation am Arbeitsmarkt in den Vereinigten Staaten hat sich im November wie erwartet entwickelt. Wie das amerikanische Arbeitsministerium am Freitag berichtet, stieg die Zahl der Beschäftigten außerhalb der Landwirtschaft um 215.000, während von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte einen Stellenzuwachs um 220.000 erwartet hatten. Damit wurde der stärkste Beschäftigungsaufbau seit Juli dieses Jahres registriert, damals nahm die Stellenzahl um 277.000 zu.

          Die Angaben für Oktober wurden nach unten korrigiert: Das Ministerium revidierte seine Angaben auf plus 44.000, nachdem zunächst ein Anstieg um 56.000 Stellen gemeldet worden war. Für den September wird nun ein Stellenzuwachs um 17.000 ausgewiesen, bislang war ein Rückgang um 8.000 gemeldet worden.

          Bausektor profitiert vom Wiederaufbau nach den Hurrikans

          Die bei einer separaten Erhebung ermittelte Arbeitslosenquote belief sich wie im Vormonat auf 5,0 Prozent, womit die Prognose von Ökonomen bestätigt wurde. Die durchschnittlichen Stundenlöhne stiegen den weiteren Angaben zufolge um 0,03 Dollar auf 16,32 Dollar. Die durchschnittliche Wochenarbeitszeit sank im Vergleich zum Vormonat um 6 Minuten auf 33,7 Stunden.

          Das Dienstleistungsgewerbe verzeichnete einen Beschäftigungsaufbau von 165.000 Arbeitsplätzen, im Verarbeitenden Gewerbe wurden 11.000 zusätzliche Stellen geschaffen, nach einem Zuwachs um 15.000 im Vormonat. Im Bausektor entstanden 37.000 Arbeitsplätze, was nach Angaben einer Sprecherin des Ministeriums teilweise auf den Wiederaufbau in den Hurrikan-Gebieten zurückging. Im Einzelhandel entstanden 9.000 zusätzliche Jobs.

          Bereits im Konjunkturbericht „Beige Book“, dem Konjunkturbericht der amerikanischen Notenbank war zu lesen, daß sich die Beschäftigungslage in mehreren Branchen verbessert habe und in einigen Landesregionen der Arbeitsmarkt für bestimmte Berufsgruppen angespannt sei. Angesichts der Dynamik am amerikanischen Arbeitsmarkt wird an den Finanzmärkten darüber spekuliert, wie lange die Federal Reserve ihren Zinserhöhungszyklus fortsetzen wird. Bis Oktober 2006 wird an den Terminmärkten ein Zinsniveau von etwa 4,75 Prozent eingepreist. Derzeit steht der Leitzins in den Vereinigten Staaten bei 4,00 Prozent.

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