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Schwaches Frühjahr : Arbeitslosigkeit sinkt im Mai weniger als üblich

  • Aktualisiert am

Bild: Bundesagentur für Arbeit

Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im Mai leicht auf 2,88 Millionen zurückgegangen. Allerdings nicht so stark, wie im Frühjahr üblich.

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          Die Frühjahrsbelebung am deutschen Arbeitsmarkt hat im Mai etwas an Schwung verloren. Bei der Bundesagentur für Arbeit (BA) sind derzeit 2,88 Millionen Arbeitslose registriert, wie die Behörde am Mittwoch in ihrem Monatsbericht mitteilte. Dies sind zwar 61.000 weniger als im April. Allerdings gab es in den vergangenen drei Jahren im Schnitt einen Rückgang von gut 100.000 in diesem Monat. Die Arbeitslosenquote verringerte sich um 0,2 Prozentpunkte auf 6,6 Prozent.

          Die Frühjahrsbelebung habe sich im Mai abgeschwächt, erklärte BA-Chef Frank-Jürgen Weise. Das sei eine Spätfolge des milden Winters.  Zum einen war die Arbeitslosigkeit aufgrund des milden und schneearmen Winters zum Jahresbeginn weniger stark gestiegen als üblich. Zum anderen haben die Firmen in witterungsabhängigen Branchen wie dem Baugewerbe, der Landwirtschaft oder dem Gartenbau in diesem Jahr früher angefangen, ihre Stellen wieder zu besetzen.

          Insgesamt stehe der Arbeitsmarkt in Deutschland gut da. In Spanien ist mehr als jeder Vierte ohne Arbeit, im Euroraum lag die Arbeitslosenquote im März bei 11,8 Prozent knapp unter einem Allzeithoch.

          Bild: DPA

          Einen kräftigen Jobaufschwung in Deutschland erwartet Weise
          allerdings nicht. „Wir sind auf einem guten Niveau. Da kann man nicht viel erwarten, da sind keine großen Sprünge drin“, sagte der BA-Chef. Auswirkungen der Ukraine-Krise fürchtet Weise vorerst nicht. Auch die neue Mindestlohnregelung, die ab dem kommenden Jahr wirksam wird, werde voraussichtlich keine größeren Folgen auf den Arbeitsmarkt haben. Im Jahresdurchschnitt 2014 rechnet Weise mit 2,9 Millionen Erwerbslosen. „Der Trend ist sogar ein bisschen besser.“

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