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Neuer Arbeitsmarktbericht : Mehr neue Stellen in Amerika als gedacht

  • Aktualisiert am

Uncle Sam hat sich ordentlich von der Finanzkrise erholt. Bild: Reuters

Mehr neue Stellen, aber auch eine etwas höhere Arbeitslosenquote: Amerikas neue Arbeitsmarktdaten sind nicht so gut wie diejenigen vor einem Monat.

          Der amerikanische Arbeitsmarkt ist weiter in einer robusten Verfassung. Im März entstanden in der größten Volkswirtschaft der Welt 195.000 neue Stellen in der privaten Wirtschaft. Zuvor befragte Ökonomen hatten im Schnitt 190.000 zusätzliche Jobs vorhergesagt, nachdem im Februar 236.000 Arbeitsplätze entstanden waren. Zugleich legten die durchschnittlichen Löhne im Monatsvergleich leicht zu; verglichen mit dem Vorjahr um mehr als 2 Prozent.

          Die auf einer Umfrage basierende Arbeitslosenquote stieg hingegen etwas von 4,9 Prozent auf 5 Prozent. Ebenfalls eher enttäuschte, dass in der Industrie im vergangenen Monat 29.000 Stellen verloren gingen - Experten hatten mit einem leichten Zuwachs gerechnet.

          Der amerikanische Arbeitsmarkt ist derzeit wieder etwas stärker im Fokus gerade auch der Teilnehmer an den internationalen Finanzmärkten. Sie ziehen aus den Entwicklungen dort Rückschlüsse auf das Verhalten der amerikanischen Notenbank und besonders auf die Frage, wie oft die wichtigsten Währungshüter der Welt dieses Jahr noch die Leitzinsen anheben werden.

          Bislang taten sie dies nach vielen Jahren ein Mal im vergangenen Dezember und warten seither ab. Fed-Chefin Janet Yellen äußerte sich vor wenigen Tagen erst vor dem Club der New Yorker Ökonomen vorsichtig und ging insbesondere auf Ereignisse auch außerhalb der Vereinigten Staaten ein, die in ihr Kalkül einbezogen würden. Besonders ein zu starker Dollar liegt derzeit nach einhelliger Auffassung nicht im Interesse der Entscheider um Yellen.

          Zugleich sind eher extreme Befürchtungen, nach denen die amerikanische Wirtschaft in eine Rezession abgleiten könnte, mittlerweile nur noch selten zu hören. Und auch auf der Welt insgesamt verläuft die gesamtwirtschaftliche Entwicklung längst nicht so düster wie dies noch zu Jahresanfang gelegentlich debattiert worden war.

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