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Keine Stabilisierung 2016 : Energieagentur: Ölschwemme bleibt

  • Aktualisiert am

Auch die norwegische Ölgesellschaft Statoil spürt die niedrigen Preise. Bild: dpa

Der Ölpreis bleibt niedrig, mehr Angebot als Nachfrage ist auf dem Markt. Das sagen Energiefachleute der Industrieländer voraus. Ölförderer hoffen, dass sie sich irren.

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          Der niedrige Ölpreis wird vorerst bleiben. Davon gehen nun auch die Experten der Internationaler Energie-Agentur (IEA) aus. In diesem Jahr werde weiterhin das Angebot höher ausfallen als die Nachfrage nach dem wichtigen Rohstoff. Denn die Schiefergas-Förderung (Fracking) in den Vereinigten Staaten gehe nur langsam zurück und dass sich die Mitglieder der Organisation erdölexportierender Staaten (Opec) mit anderen Öl-Ländern darauf einigen, weniger zu produzieren, sei unwahrscheinlich.

          „Andauernde Spekulationen über eine Vereinbarung zwischen Opec-Staaten und führenden Produzenten außerhalb der Opec für eine Förderkürzung scheinen nichts als Spekulationen zu sein“, erklärte die in Paris ansässige Agentur, die die Energiepolitik von Industrieländern koordiniert.

          Die IEA rechnet nicht mit einem Anstieg der Ölpreise, wies aber auch extreme Prognosen von Bankenvolkswirten zurück, die teilweise eine Preisrückgang auf zehn Dollar je Barrel (159 Liter) für möglich erachten. Für ein Fass werden derzeit um die 30 Dollar fällig, im Jahr 2015 waren es mehr als 100 Dollar.

          Der niedrige Ölpreis ist ein Problem für Förderländer wie Russland und für Energiekonzerne. Anders als in früheren Zeiten drosselt die Opec ihre Produktion nicht, was den Preisen Auftrieb geben würde. Denn das Kartell will seinen Marktanteil gegen die wachsende Konkurrenz von amerikanischen Schiefergas-Produzenten verteidigen. Inzwischen geht die Förderung durch das in Europa umstrittene „Fracking“ wegen der niedrigen Preise tatsächlich zurück. Anders als die IEA rechnet wiederum die Opec jedoch damit, dass sich die Ölmärkte in diesem Jahr sehr wohl stabilisieren werden.

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