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Konjunkturumfrage : DIHK: Noch mehr Menschen werden Arbeit finden

Zimmermädchen im Hotel: In der Dienstleistungsbranche sollen besonders viele Arbeitsplätze entstehen. Bild: dpa

Die Konjunktur läuft verhalten. Trotzdem wollen die Unternehmen neue Stellen schaffen, hat der DIHK erfragt. Viele Stellen entstehen in der Dienstleistungsbranche.

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          Die Nachfrage nach Arbeitskräften wird nach Einschätzung des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) trotz einer verhaltenen Konjunkturentwicklung in den kommenden Monaten weiter steigen. Für das Gesamtjahr 2013 sei mit einem Anstieg der Zahl der Erwerbstätigen um 250.000 Personen zu rechnen, schreibt die Dachorganisation der Kammern in einem neuen Konjunkturbulletin, das an diesem Montag veröffentlicht wird.

          Dietrich Creutzburg

          Wirtschaftskorrespondent in Berlin.

          „Gegen Ende des Jahres dürften dann mehr als 42 Millionen Menschen erwerbstätig sein - eine neue Rekordmarke“, heißt es in der Analyse, die sich unter anderem auf eine Auswertung regionaler IHK-Konjunkturumfragen stützt.

          Im Durchschnitt des vergangenen Jahres waren in Deutschland knapp 42 Millionen Menschen erwerbstätig gewesen. Einen Anstieg von 250000 hatten die Konjunkturforschungsinstitute zwar auch schon im April in ihrer Frühjahrsprognose vorausgesagt, allerdings hatten die Forscher damals für 2013 noch mit einem Wirtschaftswachstum von 0,8 Prozent gerechnet. Inzwischen haben die meisten Institute ihre Prognosen nach unten korrigiert. Der DIHK erwartet für das Gesamtjahr einen Anstieg des Bruttoinlandsprodukts von 0,3 Prozent und bewegt sich damit im unteren Bereich des Prognosespektrums.

          „Viele Unternehmen wollen sich Fachkräfte sichern“

          „Viele Unternehmen sehen sich weiterhin mit personellen Engpässen konfrontiert und wollen sich Fachkräfte sichern“, berichtet der DIHK. Ein Großteil der neuen Stellen entstehe in der Dienstleistungsbranche, in der Teilzeitbeschäftigung eine besondere Rolle spiele. Deshalb wachse die Beschäftigung schneller als die Wirtschaft insgesamt.

          Den weiteren Konjunkturverlauf schätzt der Verband nach Auswertung der jüngsten IHK-Umfragen nur verhalten optimistisch ein. „Die Frühindikatoren verbessern sich nur schrittweise“, kommentierte Hauptgeschäftsführer Martin Wansleben die Lage. „Für das lange erwartete Platzen des Investitionsknotens reicht es noch nicht, zumal die Unsicherheit in den Unternehmen nicht nachlässt.“ Jenseits der Risiken der Euro-Staatsschuldenkrise stünden für die Zeit nach der Bundestagswahl „weiterhin Steuererhöhungen im Raum, die Kauflaune und Investitionsbereitschaft und damit Wettbewerbsfähigkeit bedrohen“. Einer Konjunkturaufhellung seien damit vorerst Grenzen gesetzt. Für 2014 rechnet der DIHK vorsichtig mit einem Wachstum von „mindestens einem Prozent“.

          In dem Bericht weist der DIHK außerdem darauf hin, wie stark sich die Struktur der insgesamt weiterhin hohen deutschen Exportüberschüsse in den vergangenen Jahren bereits verschoben habe. Spiegelbildlich zu den Zuwächsen jenseits Europas seien die Exportüberschüsse gegenüber den anderen Eurostaaten auf etwa ein Drittel geschrumpft. Das zeige „vor allem die gesteigerte Wettbewerbsfähigkeit in Europa und die wichtige Rolle Deutschlands als Kunde“.

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