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Konjunkturforscher : „Der Aufschwung ist ungebrochen“

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Bild: FAZ.NET

Die gute Konjunktur setzt sich in hohem Tempo bis 2008 fort. Davon gehen die Konjunkturexperten des Instituts für Wirtschaftsforschung Halle aus. Die Prognose für das laufende Jahr haben sie nach oben revidiert.

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          Der Aufschwung setzt sich dem IWH-Institut zufolge bis 2008 in hohem Tempo fort. Das Bruttoinlandsprodukt werde im laufenden Jahr mit 2,6 Prozent stärker wachsen als angenommen, teilte das Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) am Donnerstag mit. Bislang hatten die Forscher mit zwei Prozent gerechnet. Für nächstes Jahr sagen sie wie bisher 2,5 Prozent voraus. „Der Aufschwung in Deutschland ist ungebrochen“, betonte IWH-Konjunkturchef Udo Ludwig. 2006 hatte es mit 2,8 Prozent das größte Plus seit dem Boomjahr 2000 gegeben.

          Die gute Konjunktur kommt den Experten zufolge auf dem Arbeitsmarkt an. Die Zahl der Arbeitslosen werde bis 2008 um gut eine Million und damit im Jahresschnitt unter die Marke von 3,5 Millionen sinken. Mit der zunehmenden Beschäftigung und steigenden Löhnen verbessern sich die Aussichten für den privaten Konsum. Die Bürger dürften ihre Ausgaben deutlich erhöhen. Die Binnennachfrage werde deshalb 2008 nur wenig an Schwung verlieren, obwohl die Investitionen der Unternehmen dann nicht mehr so kräftig ausfallen sollten wie in diesem Jahr. Der Außenhandel bleibe eine wichtige Stütze des Aufschwung, auch wenn die Exporte im nächsten Jahr langsamer stiegen.

          Haushaltsdefizit nur noch 0,2 Prozent des BIP

          Die gute Konjunktur dürfte sich auch in den Staatsfinanzen niederschlagen. Das Haushaltsdefizit werde in diesem Jahr nur noch 0,2 Prozent des Bruttoinlandsproduktes betragen. 2006 waren es noch 1,6 Prozent. Für 2008 sagt das IWH erstmals seit knapp 40 Jahren wieder einen Überschuss voraus, der sich auf 0,2 Prozent belaufen werde.

          Die Europäische Zentralbank (EZB) wird den Forschern zufolge ihren Leitzins bis Ende dieses Jahres in zwei Schritten von derzeit vier auf dann 4,5 Prozent anheben. Sie stiegen damit in einen Bereich, der die Wirtschaft bremse. „Darüber hinausgehende Zinssteigerungen sind, auch angesichts der monetären Entwicklungen im Euroraum, nicht angemessen“, sagte Ludwig.

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