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Konjunktur : ZEW-Konjunkturbarometer deutlich auf Erholungskurs

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Bild: FAZ.NET

Das Konjunkturbarometer des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung in Mannheim bewegt sich wieder in Richtung Schönwetter. Die mittelfristigen Konjunkturerwartungen von Finanzexperten haben sich im Januar stärker verbessert als erwartet.

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          Das Konjunkturbarometer des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung in Mannheim bewegt sich wieder in Richtung Schönwetter. Im Januar 2007 ist der Indikator deutlich um 15,4 Punkte gestiegen und steht nun bei minus 3,6 Punkten nach minus 19 Punkten im Dezember. Damit liegt er jedoch weiterhin unter seinem historischen Mittelwert von 33,5 Punkten.

          Experten hatten einen Anstieg auf lediglich minus 9,0 Punkte erwartet. Der ZEW-Konjunkturindikator gilt als einer der wichtigsten Stimmungsindikatoren der deutschen Wirtschaft.

          „Arbeitsmarkt bessert sich durchgreifend“

          Die Entwicklung des Indikators sei wesentlich dadurch bedingt, „dass der Arbeitsmarkt sich durchgreifend bessert und damit die Einkommensperspektiven der Arbeitnehmer steigen“, begründete das Institut die Entwicklung. „Auf Seite der Unternehmen legen florierende Geschäfte nahe, dass die Investitionsnachfrage dynamisch bleibt.“

          Konjunktur: Weiterer Aufwärtstrend erwartet

          Die weitere Exportentwicklung stütze sich zwar auf die hohe Wettbewerbsfähigkeit deutscher Unternehmen, ein Risikofaktor sei jedoch eine möglicherweise nachlassende Nachfrage aus den Vereinigten Staaten.

          „Außerordentlich erfreulich“

          „Der Optimismus der Finanzanalysten weist ungebrochen nach oben. Dies ist außerordentlich erfreulich und sollte Mut machen“, sagte ZEW-Präsident Wolfgang Franz. Allerdings dürften die Risiken nicht kleingeredet werden, so der Wissenschaftler. Diese seien vor allem steigende Energiepreise, eine nachlassende Konjunkturentwicklung in den Vereinigten Staaten und eine überzogene Lohnentwicklung hierzulande.

          „Die Zahl ist besser als erwartet. Die Sorge vor einem scharfen Konjunkturabschwung hat sich bislang nicht bestätigt“, kommentierte Analyst Rainer Guntermann von Dresdner Kleinwort. „Die jüngsten Konjunkturdaten waren weiter robust. Besonders der Arbeitsmarkt hält sich gut, auch wenn Sonderfaktoren wie das warme Wetter eine Rolle gespielt haben.“

          Der Wert des ZEW-Indikators wird berechnet aus den mittelfristigen Konjunkturerwartungen von 282
          Analysten und institutionellen Investoren. Sie wurden nach ihren mittelfristigen Erwartungen bezüglich der Konjunktur- und Kapitalmarktentwicklung befragt.

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