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Konjunktur vor der Präsidentenwahl : Amerikas Wirtschaft wächst um 2 Prozent

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Die Wirtschaft ist ein wichtiges Thema im Kampf um seine Wiederwahl: Präsident Obama an der George Mason University in Virginia. Bild: AFP

Zum letzten Mal bevor die Amerikaner einen Präsidenten wählen, sind neue Wachstumszahlen veröffentlicht worden: Sie fielen besser aus als von Marktteilnehmern erwartet.

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          Die amerikanische Wirtschaftsleistung ist im dritten Quartal gewachsen. Das Bruttoinlandsprodukt wuchs auf annualisierter Basis um 2 Prozent. Professionelle Marktteilnehmer hatten im Schnitt mit einer Wachstumsrate von 1,8 Prozent gerechnet. Die Börsen tendierten daraufhin etwas fester.

          Die Zahl wurde mit einiger Spannung erwartet, weil die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in den Vereinigten Staaten eines der wichtigsten Themen in der am 6. November bevorstehenden Präsidentenwahl gehört. Die Arbeitslosenquote war zuletzt von 8,1 auf 7,8 Prozent gesunken.

          Gleichwohl ist die Arbeitslosigkeit in den Vereinigten Staaten immer noch wesentlich höher als vor Ausbruch der Finanzkrise in den Jahren 2007 und 2008 - erst recht, wenn auch die Menschen einbezogen werden, die ihre Suche nach einer Stelle bereits aufgegeben haben oder eigentlich Vollzeit arbeiten wollen, aber nur einen Teilzeit-Job gefunden haben. Außerdem haben viele Amerikaner, die infolge der geplatzten Immobilienpreisblase ihre Hypotheken nicht mehr zahlten konnten, ihre Häuser verloren.  Das hat dazu beigetragen, dass in der größten Volkswirtschaft der Welt eine regelrechte Debatte über Ungleichheit ausgebrochen ist.

          Zuletzt haben einige Konjunkturindikatoren eher auf der positiven Seite überrascht. Auch hat die amerikanische Notenbank abermals ein Programm aufgelegt (QE3), mit dem sie die Wirtschaft stützen möchte. Die Federal Reserve unter ihrem Präsidenten Ben Bernanke kündigte an, auf zunächst unbegrenzte Zeit pro Monat für 40 Milliarden Dollar Hypothekenpapiere aufkaufen zu wollen.

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