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Konjunktur in Fernost : Chinas Industrie wächst langsamer

  • Aktualisiert am

Kleine Lastwagen aus dem chinesischen Hause Chery Bild: REUTERS

Chinas Industrieproduktion wächst offenbar derzeit nicht. Darauf deuten neue Konjunkturdaten hin. Der Grund: Vor allem ausländische Nachfrage fehlt.

          China war in den vergangenen Jahren das Zugpferd der Weltwirtschaft. Nicht zuletzt die hohe Nachfrage aus Fernost war es, die infolge der Finanzkrise dafür sorgte, dass das exportorientierte Deutschland sehr schnell aus der Rezession heraus und zurück zu positiven Wachstumsraten fand.

          Nun schwächt sich die Wirtschaftsaktivität der zweitgrößten Volkswirtschaft der Erde offensichtlich ab. Ein weiteres Indiz dafür ist der gerade veröffentlichte Einkaufsmanagerindex der britischen Großbank HSBC. Der auf einer Umfrage basierende Index fiel im Mai auf 49,2 Punkte - Werte unterhalb der Marke von 50 Punkten signalisieren eine sinkende Wirtschaftsaktivität, Werte darüber eine zunehmende. Der aktuelle Wert ist der erste seit sieben Monaten, der unterhalb der Wachstumsschwelle liegt. Im April betrug der Indexwert noch  50,4 Zähler. Die endgültigen HSBC-Daten fielen dabei noch schlechter aus als die vorläufigen Werte von Ende Mai. Damals war noch von einem Rückgang auf 49,6 Punkte die Rede gewesen.

          Die Daten verdeutlichen die Unwägbarkeiten hinsichtlich des chinesischen Wachstums. Der Binnenmarkt war laut der HSBC-Umfrage im Mai nicht in der Lage, das schwache Exportgeschäft auszugleichen. Wegen der fragilen Erholung in den Vereinigten Staaten sowie der andauernden Rezession in vielen Ländern Europas ist die Nachfrage aus dem Ausland dürftig.

          Gleichwohl gilt als ausgemacht, dass China in den kommenden Jahren ohnehin nicht mehr die hohen zweistelligen Wachstumsraten aufweisen wird: Das Land ändert derzeit seine Wirtschaftswachstumsstrategie hin zu mehr Binnenorientierung.

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