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Konjunktur in Deutschland : Wirtschaftsweise senken Wachstumsprognose für 2013

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Die Exporte werden aus Sicht der fünf Wirtschaftsweisen in diesem Jahr langsamer wachsen als die Importe Bild: dpa

Nur 0,3 statt 0,8 Prozent Wachstum: Die fünf Wirtschaftsweisen erwarten im laufenden Jahr bloß noch ein sehr geringes Plus beim deutschen Bruttoinlandsprodukt - der private Konsum werde stützen.

          Die fünf Wirtschaftsweisen haben ihren Wachstumsprognose für die deutsche Wirtschaft mehr als halbiert. Für 2013 werde nur noch ein Anstieg des Bruttoinlandsprodukts von 0,3 Prozent erwartet, teilte der Sachverständigenrat mit. Im Herbst waren noch 0,8 Prozent vorhergesagt worden.

          Grund für die Senkung sei der unerwartete Einbruch im vierten Quartal 2012, als Europas größte Volkswirtschaft mit 0,6 Prozent so stark schrumpfte wie seit Anfang 2009 nicht mehr. Dadurch startet sie mit deutlich weniger Schwung in das Jahr 2013.

          Privater Konsum als Wachstumsimpuls

          „Positive Wachstumsimpulse dürften nur aus dem Inland kommen - vor allem von den privaten Konsumausgaben, die sich angesichts der anhaltend guten Situation auf dem Arbeitsmarkt weiterhin robust entwickeln dürften“, hieß es.

          Dagegen dürften die Unternehmen weniger investieren. Auch vom Außenhandel werden keine Impulse erwartet, weil die Exporte langsamer wachsen dürften als die Importe.

          Die Zahl der Arbeitslosen wird dem Expertengremium um den Essener Wirtschaftsprofessor Christoph Schmidt auf 2,949 Millionen steigen. Das wären rund 50.000 mehr als im abgelaufenen Jahr. Die Zahl der Erwerbstätigen soll dagegen um 0,3 Prozent auf 41,7 Millionen steigen.

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