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Konjunktur : Ifo-Index fällt im März überraschend

  • Aktualisiert am

Konjunktur-Kennzeichen Container Bild: dpa

Deutschlands wichtigstes Konjunkturbarometer fällt. Kein Grund zur Panik, sagt aber Ifo-Chef Hans-Werner Sinn: „Die deutsche Wirtschaft behauptet sich in schwierigem Umfeld.“

          Die Stimmung in den Chefetagen der deutschen Wirtschaft hat sich im März überraschend eingetrübt. Der Ifo-Geschäftsklimaindex fiel um 0,7 auf 106,7 Punkte, teilte das Münchner Ifo-Institut mit. Damit endete eine Serie von vier Anstiegen in Folge.

          Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Ökonomen hatten erwartet, dass das Barometer auf 107,6 Zähler zulegen würde. Ifo-Präsident Hans-Werner Sinn sieht trotzdem keinen Grund für Pessimismus: „Die deutsche Wirtschaft behauptet sich mit einer guten Binnenkonjunktur in schwierigem Umfeld“.

          Sinkende Industrieaufträge

          Die 7000 für die Umfrage befragten Manager bewerteten die Aussichten für die kommenden sechs Monate schlechter: Das Barometer fiel um 1,0 auf 103,6 Punkte, während Ökonomen mit einem Anstieg auf 104,9 Punkten gerechnet hatten. Die Lage wurde ebenfalls schlechter
          bewertet. Dieser Index gab um 0,3 auf 109,9 Zähler nach, womit die Analystenprognose von 110,4 Zählern verfehlt wurde.

          Die deutsche Wirtschaft war überraschend schlecht ins Jahr gestartet. Die Industrieaufträge fielen im Januar überraschend um 1,5 Prozent, weil
          vor allem aus den von der Krise besonders betroffenen Euroländern weniger Bestellungen kamen. Die Unternehmen drosselten deshalb
          ihre Produktion um 0,2 Prozent. Auch das Ungewissheit verursachende  Wahlergebnis in Italien und die ungelösten Finanzprobleme Zyperns dürften die Stimmung belasten.

          Die Deutsche Bundesbank erwartet trotzdem ein Anziehen der Konjunktur. „Der zögerliche Start in das Jahr 2013 stellt nicht die Perspektive einer konjunkturellen Belebung der Wirtschaftstätigkeit infrage“, schrieb sie in ihrem aktuellen Monatsbericht.

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