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Konjunktur : Ifo-Geschäftsklima-Index stark gefallen

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Bild: F.A.Z.

Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat sich im April überraschend deutlich eingetrübt. Nach drei Anstiegen in Folge ist der ifo-Geschäftsklimaindex im April erstmals wieder gefallen: „Die bremsenden Einflüsse haben wieder die Oberhand gewonnen“, kommentiert Ifo-Präsident Hans-Werner Sinn die Zahlen.

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          Finanzkrise und Eurostärke haben der Stimmung in den deutschen Unternehmen im April kräftig zugesetzt. Der Ifo-Geschäftsklimaindex fiel überraschend stark auf 102,4 Zähler von 104,8 Punkten im März, wie das Münchner Institut für Wirtschaftsforschung am Donnerstag mitteilte. Damit trübte sich die Stimmung erstmals seit Dezember wieder ein. Von Reuters befragte Volkswirte hatten mit einem Rückgang auf 104,3 Punkte gerechnet. Nach dem unerwartet guten Start ins Jahr rechnen die meisten Experten damit, dass sich die Konjunktur im Frühjahr merklich abschwächt und im Laufe des Jahres weiter an Fahrt verliert.

          Mit Ausnahme des Bauhauptgewerbes verschlechterte sich die Stimmung in allem betrachteten Sektoren. Für das Auslandsgeschäft zeigten sie sich laut Ifo trotz des starken Euro weiter optimistisch. Der Aufbau der Beschäftigung werde den Unternehmensplanungen zufolge weitergehen, jedoch an Schwung verlieren.

          Handel deutlich unzufrieden

          Sowohl im Großhandel als auch im Einzelhandel fiel das Geschäftsklima deutlich. In beiden Handelsstufen seien die Umfrageteilnehmer mit ihrer derzeitigen Geschäftslage wesentlich unzufriedener als im Vormonat, erklärte das iIfo Institut. Ihre Erwartungen für die Geschäftsentwicklung im kommenden halben Jahr hätten sie ebenfalls reduziert.

          Im Handel fiel das Geschäftsklima deutlich

          Im Bauhauptgewerbe stiegen der Geschäftsklimaindikator hingegen, blieben aber weiter auf niedrigem Niveau. Die Unternehmen hätten ihre aktuelle Geschäftslage etwas weniger kritisch beurteilt und gleichzeitig mehr Zuversicht für die Geschäfte in den nächsten sechs Monaten geäußert, so die Münchener Wirtschaftsforscher.

          In der Umfrage beurteilten die 7000 Unternehmen auch ihre Lage und ihre Geschäftsaussichten schlechter als im März: Der Index für die Lage fiel von 111,5 auf 108,4 Punkte. Volkswirte hatten mit einem leichten Rückgang auf 111,0 gerechnet. Der Index für die Aussichten im kommenden halben Jahr fiel von 98,4 auf 96,8 Punkte. Analysten hatten hier 98,0 Punkte vorhergesagt. Vor allem im Einzel- und Großhandel habe sich die Stimmung deutlich eingetrübt, hieß es.

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