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Konjunktur : Deutsche Industrie streicht vierten Monat in Folge Stellen

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Die deutsche Industrie streicht weiter Stellen Bild: dapd

Die deutsche Industrie trennt sich den vierten Monat in Folge von Mitarbeitern. Im Vorjahresvergleich hat sich die Zahl der Beschäftigten im verarbeitenden Gewerbe jedoch erhöht.

          Die Industrie hat wegen der Konjunkturdelle den vierten Monat in Folge Stellen abgebaut. Die Zahl der Mitarbeiter sank im Januar um gut 11.000 oder 0,2 Prozent im Vergleich zum Vormonat, teilte das Statistische Bundesamt mit. Im Dezember waren noch mehr als doppelt Jobs weggefallen. Insgesamt beschäftigt das Verarbeitende Gewerbe 5,21 Millionen Mitarbeiter. Das sind 61.000 oder 1,2 Prozent mehr als im Januar 2012.

          Die Industrieaufträge waren zu Jahresbeginn überraschend um 1,5 Prozent gefallen, weil vor allem aus den unter Finanzproblemen leidenden Euro-Staaten weniger Bestellungen kamen. Die Unternehmen drosselten deshalb ihre Produktion um 0,2 Prozent. Einer Manager-Umfrage des Markit-Instituts zufolge wuchs die Industrie im Februar wieder leicht. Trotzdem wurden demnach abermals Stellen gestrichen.

          Verdienste steigen

          Besonders stark stiegen die Beschäftigtenzahlen im Maschinenbau mit 2,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat sowie in der Fahrzeugbranche mit 2,1 Prozent. Die Hersteller von Datenverarbeitungsgeräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen (-0,4 Prozent) sowie die Metallbranche (-0,2 Prozent) trennten sich dagegen von Mitarbeitern.

          Die Zahl der geleisteten Arbeitsstunden legte um 0,9 Prozent auf 692 Millionen Stunden zu. Die Verdienste lagen bei rund 19,3 Milliarden Euro - ein Plus von 4,7 Prozent zum Vorjahresmonat.

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