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Konjunktur : Defizitquote deutlich gesunken

  • Aktualisiert am

Volkswirte erwarten im Gesamtjahr ein Wachstum von bis zu 3 Prozent Bild: dpa

Kräftig steigende Steuereinnahmen haben das deutsche Staatsdefizit im ersten Halbjahr spürbar sinken lassen. Die Neuverschuldung entsprach nur noch 0,6 Prozent des Bruttoinlandsproduktes nach 3,1 Prozent im Vorjahreszeitraum.

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          Das Staatsdefizit Deutschlands ist im ersten Halbjahr 2011 stark gesunken. Die Defizitquote als Verhältnis zwischen Haushaltsdefizit und Wirtschaftsleistung sank in den ersten sechs Monaten 2011 auf 0,6 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag in Wiesbaden mitteilte. Das ist der niedrigste Stand seit dem ersten Halbjahr 2008.

          Im ersten Halbjahr 2010 hatte die Quote noch bei 3,1 Prozent gelegen, im zweiten Halbjahr sogar bei 5,4 Prozent. Den Angaben zufolge ist der starke Rückgang des Defizits sowohl auf höhere Staatseinnahmen als auch geringere Ausgaben zurückzuführen. Hintergrund ist die gute konjunkturelle Entwicklung.

          Die Maastrichter EU-Verträge sehen eine Höchstgrenze von drei Prozent vor. Nach Prognose des Bundesfinanzministeriums wird diese Marke im Gesamtjahr 2011 mit 1,5 Prozent deutlich unterschritten. 2014 will der Staat ohne neue Schulden auskommen.

          „Die Haushalte von Bund, Ländern, Gemeinden und Sozialversicherungen profitierten insbesondere von einer vergleichsweise guten konjunkturellen Entwicklung“, hieß es. Sie gaben zusammen 7,2 Milliarden Euro mehr aus als sie einnahmen. Während die Einnahmen um 6,0 Prozent zulegten, stiegen die Ausgaben nur um 0,3 Prozent. Die Steuereinnahmen legten um 8,5 Prozent, wobei die Einkommens- und Vermögensteuer mit 9,8 Prozent besonders kräftig anzogen.

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