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Konjunktur : Das Wachstum kommt von der Baustelle

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Die Bauinvestitionen sind kräftig gestiegen. Bild: dpa

Die EU wirft Deutschland seine Exportstärke vor; doch im vergangenen Quartal sorgten vor allem positive Impulse aus dem Inland dafür, dass die deutsche Wirtschaft auf Wachstumskurs blieb.

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          Vor allem, weil auf deutschen Baustellen so viel los war und weil die Unternehmen so viel bestellt haben, bleibt Deutschlands Wirtschaft auf Wachstumskurs. „Positive Impulse aus dem Inland“ nennen das die Konjunkturexperten. Diese Impulse schlagen sich auch in den neuesten Wachstumszahlen nieder, wie Statistiker aktuell berichten.

          Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg von Juli bis September um 0,3  Prozent gegenüber dem Vorquartal, teilte das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Freitag mit und bestätigte damit erste Schätzungen. Die Investitionen in Ausrüstungen legten um 0,5 Prozent zu, Bauinvestitionen sogar um 2,4 Prozent, bei staatlichen Konsumausgaben gab es ein Plus von 0,5 Prozent, bei privaten um 0,1 Prozent.

          Gebremst wurde das Wachstum ausgerechnet durch den in der EU stark  kritisierten Außenbeitrag: Der Export legte um lediglich 0,1  Prozent zu, was zu einer Bremswirkung für das gesamte Wachstum von  0,4 Prozent geführt habe, teilten die Statistiker mit. Dabei steht Deutschland gerade wegen seiner extremen Exportstärke in der Kritik.  Erst Mitte November hatte die EU-Kommission angekündigt, mögliche  Folgen der deutschen Exportübermacht für Europas Wirtschaft eingehend zu prüfen.

          Die Löhne und Gehälter der Arbeitnehmer legten brutto wie netto gegenüber dem Vorjahr um 2,8 Prozent zu. Das verfügbare Einkommen privater Haushalte wuchs um drei Prozent.

          Das BIP-Wachstum verlangsamte sich im dritten Quartal allerdings: Im zweiten Quartal hatte die Konjunktur noch um 0,7 Prozent zugelegt. Der lange, strenge Winter hatte im ersten Vierteljahr für  ein Nullwachstum gesorgt, entsprechend gab es anschließend Nachholeffekte. Eine Abschwächung des Wachstums für das dritte  Quartal war daher von Experten erwartet worden.

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