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Maja Brankovic, Redakteurin in der Wirtschaft

Kommentar : Tolles Wachstum

Die Nachricht des Tages ist höchst erfreulich: Um 1,9 Prozent ist die deutsche Wirtschaft im vergangenen Jahr gewachsen. Blenden lassen sollte man sich davon aber nicht.

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          Die Nachricht des Tages ist höchst erfreulich: Um 1,9 Prozent ist die deutsche Wirtschaft im vergangenen Jahr gewachsen. In einem Jahr, das von Brexit-Sorgen und Terrorangst geprägt war, hat sie den stärksten Zuwachs seit fünf Jahren erzielt.

          Und nicht nur das: Der Staat erwirtschaftete trotz gewaltiger Ausgaben für Flüchtlinge einen Überschuss, die Stimmung in den Unternehmen ist ungetrübt, der Arbeitsmarkt brummt. All das macht Hoffnung für 2017.

          Blenden lassen sollte man sich von all dem Glanz allerdings nicht. Viele Sondereffekte, die zu dem erfreulichen Bild beigetragen haben, fallen in diesem Jahr weg. Betroffen sind vor allem die wichtigsten Wachstumstreiber der jüngsten Vergangenheit, der private und staatliche Konsum. Weil die Flüchtlingszahlen zurückgehen, werden die öffentlichen Ausgaben für deren Integration und Unterbringung wieder sinken. Die höhere Inflationsrate wird die Reallöhne der Verbraucher verringern und ihre Kaufkraft schwächen.

          Ein Grund zur Sorge ist das noch nicht, dafür ist die deutsche Wirtschaft zu breit aufgestellt. Neue Wachstumstreiber sind sogar schon in Sicht: 2017 darf die deutsche Außenwirtschaft auf ein besseres Ergebnis hoffen.

          Maja Brankovic
          Verantwortliche Redakteurin für Wirtschaft und „Wert“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

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