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Kommentar : Große Rotation

Der Dow Jones hat erstmals die Marke von 20.000 Punkten geknackt. Die Anleger setzen trotz aller verstörenden Nachrichten darauf, dass Donald Trump Wachstum schafft.

          An den Finanzmärkten ist von einer „großen Rotation“ die Rede: Anleger verkaufen Anleihen bei sinkenden Kursen und kaufen Aktien bei steigenden Kursen, um von der erwarteten Fortsetzung der Aktienhausse zu profitieren.

          Der erstmalige Anstieg des amerikanischen Dow Jones über 20.000 Punkte ist Ausdruck einer Erwartung, dass der twitternde Mann im Weißen Haus trotz verstörender Nachrichten über Protektionismus und Mauerbaus am Ende jene Beschleunigung des Wirtschaftswachstums und der Inflation erzeugen wird, die schon seit Wochen an den Finanzmärkten vorweggenommen wird. Trotz eines schwachen Ifo-Geschäftsklimaindex zieht die gute Stimmung an der Wall Street auch die deutschen Aktienkurse, während im Gegenzug die Anleiherenditen steigen.

          Die Hausse kann noch eine ganze Weile laufen, weil an den Finanzmärkten immer noch viele Skeptiker sitzen, die nicht an eine Konjunkturbelebung glauben. Nach aller Erfahrung kippt eine Hausse, wenn die Euphorie an der Wall Street keine Grenzen kennt und unversehens schlechte Nachrichten aus der amerikanischen Wirtschaft kommen. An diesem Punkt ist die Hausse noch nicht.

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