https://www.faz.net/-gqe-8fd50

Kommentar : Flüchtlingsfragen

Die Zahl der arbeitslosen Flüchtlinge steigt. Dabei tauchen viele von ihnen aus formalen Gründen noch gar nicht in der Statistik auf.

          1 Min.

          Die gute Nachricht lautet: Trotz der hohen Zahl von Flüchtlingen hat sich das deutsche Jobwunder bislang nicht in Luft aufgelöst. Zwar gewinnt der Anstieg arbeitsloser Asylanten an Dynamik. Solange deutsche Unternehmen jedoch am Weltmarkt mit ihren Produkten erfolgreich sind und der Konsum im Inland hoch bleibt, stehen auch die Zeichen für die Beschäftigung gut.

          Für Entwarnung gibt es jedoch keinen Grund. Denn viele Flüchtlinge tauchen nur aus formalen Gründen noch nicht in der Statistik auf. Die Frage nach ihrer qualifikatorischen Eignung für einen hochentwickelten Arbeitsmarkt stellt sich jedoch schon heute. Die Politik muss sich Gedanken darüber machen, was mit denen geschehen soll, für die der Sprung auch trotz hoher Motivation zu groß sein wird.

          Zudem brauchen Arbeitgeber die Gewissheit, dass sie einen Flüchtling während seiner Ausbildung und danach als Fachkraft auch behalten dürfen. Nicht zuletzt drängt die Frage der Verteilung: Sollen die Flüchtlinge in den Ballungszentren angesiedelt werden, wo es viele offene Stellen gibt? Oder großflächig auf die Republik verteilt werden und damit auch auf Gegenden mit angespannten Arbeitsmärkten? Die Zeit läuft.

          Nürnberg : Weise erwartet keine Verschlechterung am Arbeitsmarkt

          Sven Astheimer
          Verantwortlicher Redakteur für die Unternehmensberichterstattung.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Der Impfschutz kann nach einigen Monaten nachlassen.

          Auffrischungsimpfungen : So wollen die Länder den Corona-Booster zünden

          Weil unklar ist, wie lange sich Geimpfte vor Corona in Sicherheit wiegen können, gibt es bald die dritte Spritze. Impfteams schwärmen wieder aus, die Arztpraxen übernehmen den Rest – doch wie genau soll die dritte Impf-Welle anrollen?

          Waldbrände in der Türkei : Erdogan kennt die Schuldigen

          Die Türkei, sagt Staatspräsident Erdogan, kämpfe gegen die schlimmsten Waldbrände ihrer Geschichte. Kritik an seiner Regierung weist er zurück – und greift an.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.