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Immobilienmarkt : Deutlich mehr Baugenehmigungen in Deutschland

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Die Bagger rollen - viele Deutsche nutzen die niedrigen Zinsen und bauen ein Haus. Bild: Kaufhold, Marcus

Um mehr als 6 Prozent ist die Zahl der Baugenehmigungen für Wohnungen gegenüber den ersten neun Monaten des Vorjahres gestiegen. Der Bauverband ZDB sieht aber keine Blasen-Gefahr.

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          Der Immobilienboom in Deutschland geht auch dank der Schuldenkrise beinahe ungebremst weiter. Die Baugenehmigungen für Wohnungen stiegen in den ersten neun Monaten dieses Jahres um 6,2 Prozent auf 178.100, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag mitteilte. „Damit setzt sich die seit 2010 andauernde positive Entwicklung fort.“ Wegen der historisch niedrigen Zinsen bauen immer mehr Deutsche ein Eigenheim. Aber auch Investoren setzen auf Immobilien.

          „Das Tempo der Genehmigungen im Wohnungsbau hat sich in den vergangenen Monaten etwas verlangsamt, bleibt aber auf hohem Niveau“, sagte der Chefvolkswirt des mittelständischen Bauverbandes ZDB, Andreas Geyer. Denn das Umfeld sei günstig. „Die Beschäftigung ist gut, die Einkommen sind hoch und die Finanzierungskosten niedrig.“

          Keine Blase, denn Verkaufspreise und Mieten steigen gleichzeitig

          Die Gefahr einer Immobilienblase sieht er nicht, da nicht nur die Verkaufspreise, sondern auch die Mieten stiegen. Zudem gebe es derzeit kein überdimensionales Wachstum der Baukredite. Die Bundesbank hatte jüngst vor einer Überhitzung gewarnt und auf die teils kräftige Preisanstiege in Großstädten verwiesen.

          Der Umsatz im Wohnungsbau ist derzeit der größte Wachstumstreiber der Baubranche. Für diese Sparte erwartet der ZDB im laufenden Jahr 2012 fast sieben Prozent mehr Erlöse. Im nächsten Jahr soll es noch einen Anstieg zwischen vier und sechs Prozent geben. Für das gesamte Bauhauptgewerbe sagt der Verband in diesem Jahr nur ein Plus von 2,3 Prozent voraus, für 2013 von drei bis vier Prozent.

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