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Ifo-Index : Deutsche Manager werden immer skeptischer

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Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft sinkt. Noch aber stehen Deutschlands Firmen viel robuster da, als es dieses Stahlwerk in Hamburg vermuten lässt. Bild: DPA

Die Stimmung in den deutschen Manageretagen trübt sich weiter ein: Der wichtigste Frühindikator der deutschen Wirtschaft, der Ifo-Index, gab im September überraschend weiter nach. Es ist bereits der fünfte Rückgang in Folge.

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          Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat sich im September weiter verschlechtert. Der Ifo-Geschäftsklimaindex sank von 102,3 Punkten im August auf nun 101,4 Zähler, teilte das Münchner Institut am Montag mit. Damit sank das wichtigste Stimmungsbarometer der deutschen Wirtschaft zum fünften Mal in Folge. Er steht nun auf dem niedrigsten Stand seit Anfang 2010.

          „Die bremsenden Einflüsse dominieren“

          „Die befragten Unternehmen sind mit ihrer aktuellen Geschäftslage abermals weniger zufrieden. Darüber hinaus blicken sie pessimistischer in die Zukunft“, erklärte Ifo-Präsident Hans-Werner Sinn.

          Konjunkturbarometer : Stimmung in deutscher Wirtschaft sinkt überraschend

          Dementsprechend sank der Index zur Beurteilung der aktuellen Lage der Unternehmen auf 110,3 Punkte, im Vormonat hatte er bei revidiert 111,1 notiert. Der Index für die Geschäftserwartungen ging auf 93,2 von 94,2 im Vormonat zurück. Der Sinkflug der drei genannten Indikatoren kommt für die meisten Fachleute überraschend. Die Mehrheit hatte damit gerechnet, dass die Werte stagnieren oder leicht steigen. Angesichts des schwächeren Wirtschaftswachstums in vielen Teilen der Welt und der ungelösten Schuldenkrise in Europa stellte Ifo-Präsident Sinn nun aber fest: „Die bremsenden Einflüsse dominieren weiterhin.“

          Ifo-Geschäftsklimaindex seit der Jahrtausendwende
          Ifo-Geschäftsklimaindex seit der Jahrtausendwende : Ifo-Geschäftsklimaindex Bild: F.A.Z.

          „Es ist keine Stimmungsaufhellung in Sicht“, sagte auch Analyst Bernd Hartmann von der VP Bank in Vaduz. Selbst die Ankündigung eines unlimitierten Anleihekaufprogramms der Europäischen Zentralbank EZB habe es nicht geschafft, das Geschäftsklima zu verbessern.

          In der deutschen Wirtschaft hatte sich das Wachstum im zweiten Quartal auf 0,3 Prozent abgeschwächt, nach 0,5 Prozent im ersten Vierteljahr. Die Nachfrage von den Handelspartnern im Euroraum hatte ebenfalls nachgelassen. Das bewog Unternehmen dazu, Investitionen zu verschieben. Die Investitionen sanken im zweiten Quartal um 0,9 Prozent.

          Erwartungen sinken branchenübergreifend

          Für die Erhebung befragt das Ifo-Institut jeden Monat etwa 7000 Firmen. Im Detail kühlte sich das Geschäftsklima im Verarbeitenden Gewerbe im September deutlich ab. Obwohl die aktuelle Lage von den befragten Unternehmern zurückhaltender beurteilt wurde, befindet sie sich immer noch klar über dem langfristigen Durchschnitt. Die Erwartungen an die Entwicklung in den nächsten sechs Monaten waren allerdings weiterhin deutlich negativ.

          Im Dienstleistungssektor und im Handel erholte sich das Geschäftsklima hingegen. Der Einzelhandel berichtete von einer besseren Geschäftslage, während die Erwartungen nur marginal pessimistischer beurteilt wurden. Im Großhandel zeigten sich die gleichen Tendenzen, jedoch in stärkerer Ausprägung. Die befragten Großhändler waren deutlich zufriedener mit ihrer aktuellen Geschäftslage. Jedoch trübten sich die Aussichten für die nächsten sechs Monate weiter ein.

          Im Bauhauptgewerbe sank der Geschäftsklimaindikator. Die aktuelle Geschäftslage wurde weniger gut beurteilt als im Vormonat. Insbesondere mit Blick auf die kommenden sechs Monate zeigten sich die befragten Bauunternehmen pessimistischer.

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