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Deutschland : Höhere Inflation wegen Ostern

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Urlaub machen ist im April deutlich teurer gewesen. Bild: ddp

In Deutschland steigen die Preise wieder etwas stärker - um 1,3 Prozent im April. Das liegt vor allem an den späten Ostertagen und dem damit verbundenen Tourismus, sagen die Statistiker.

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          Die Preise in Deutschland sind im April erstmals in diesem Jahr wieder kräftiger gestiegen. Sie erhöhten sich um 1,3 Prozent im Vergleich mit dem entsprechenden Vorjahresmonat, teilte das Statistische Bundesamt mit. Zuvor hatte sich die Inflationsrate drei Monate in Folge abgeschwächt, im März fiel sie mit 1 Prozent auf den niedrigsten Stand seit dreieinhalb Jahren. Sie liegt gleichwohl weiter unterhalb der Marke von zwei Prozent, welche die Europäische Zentralbank (EZB) auf mittlere Sicht innerhalb der Währungsunion avisiert.

          Die wieder steigende Teuerung ist dabei vor allem auf einen statistischen Effekt zurückzuführen: Während die Osterfeiertage im vergangenen Jahr im März begannen, fielen sie diesmal komplett in den April. Dadurch verteuerten sich Pauschalreisen diesmal um mehr als 10 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat.

          Gedämpft wurde die Inflation hingegen durch günstigere Energie: Leichtes Heizöl verbilligte sich um 3,7 Prozent, Benzin und andere Kraftstoffe um 3,4 Prozent. Strom kostete dagegen 1,8 Prozent mehr. Teurer wurden vor allem Nahrungsmittel, die alle Menschen kaufen - ihre Preise stiegen im Schnitt um 1,8 Prozent: Für Quark wurden 19,4 Prozent mehr verlangt, für H-Milch und Schnittkäse jeweils 13 Prozent sowie für Joghurt 8,8 Prozent mehr. Deutlich günstiger war Gemüse zu haben, darunter Paprika (minus 23 Prozent), Gurken (minus 11 Prozent) und Tomaten (minus 5 Prozent).

          Die führenden deutschen Forschungsinstitute rechnen für das Gesamtjahr mit einer durchschnittlichen Teuerungsrate von 1,3 Prozent. 2015 soll sie wegen des Aufschwungs und steigender Löhne auf 2 Prozent klettern.

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